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Landesbanken Jetzt trifft die Finanzkrise auch die LBBW

29.11.2007 ·  Die Krise auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt trifft nun auch die Landesbank Baden-Württemberg. Sie muss Belastungen von 800 Millionen Euro verkraften, bestätigte sie nun. Dabei schien es bisher, dass die LBBW als einzige Landesbank ohne größeren Schaden durch die Kreditkrise kommen könnte.

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Die Folgen aus der amerikanischen Hypothekenkrise haben nun auch die größte deutsche Landesbank getroffen. Wegen der weltweiten Krise an den Finanzmärkten muss sie eine Belastung von 800 Millionen Euro verkraften. Ein Großteil des Betrags werde allerdings nach den internationalen Bewertungsrichtlinien IFRS ergebnisneutral in der Neubewertungsrücklage verbucht, teilte die LBBW am Donnerstag mit.

Eine verlässliche Prognose der Belastungen für das Gesamtjahr sei wegen der anhaltenden Marktschwankungen zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich. Im dritten Quartal wies die LBBW einen um 15 Prozent geringeres Vorsteuergewinn von 656 Millionen Euro aus.

Rund die Hälfte der Verluste seien durch Engagements der LBBW-Tochtergesellschaft Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) entstanden, hieß es in einem Bericht der „Financial Times Deutschland“. Die LRP wollte sich zu den konkreten Zahlen nicht äußern. Ein Sprecher sagte jedoch in Mainz, die Bank sei „aus eigener Kraft in der Lage, die bilanziellen Auswirkungen“ zu bewältigen.

Kein Zusammenschluss mit der Bayern LB

Unterdessen ist ein Zusammenschluss zwischen der LBBW und der Bayern LB vorerst vom Tisch (Landesbanken: Freistaat Bayern verbietet Bayern LB Fusionen). Auch einen Schulterschluss mit einer anderen Landesbank schloss der bayerische Finanzminister Erwin Huber (CSU) am Mittwoch nach einer Sitzung des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags aus.

Die Bayern LB werde vielmehr „in der überschaubaren Zukunft“ eigenständig bleiben, sagte Huber. Damit sind die monatelangen Diskussionen und Spekulationen um die künftige Rolle der nach der LBBW zweitgrößten deutschen Landesbank vom Tisch.

Der mittlerweile ausgeschiedene bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat dagegen im Sommer in Gesprächen mit seinen Amtskollegen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen einen Schulterschluss mit der LBBW und der angeschlagenen West LB in Düsseldorf sondiert. LBBW und Bayern LB zusammen hätten, gemessen an der Bilanzsumme, die zweitgrößte deutsche Bank gebildet.

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Von Heike Göbel

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