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Länderübergreifende Infrastruktur Europäische Telekomkonzerne basteln an gemeinsamem Netz

Die Deutsche Telekom, France Telecom, Telecom Italia und die spanische Telefónica arbeiten einem Zeitungsbericht zufolge an dem Aufbau eines gemeinsamen europäischen Netzes. Damit wollen sie sich für die steigende Konkurrenz durch Unternehmen wie Google wappnen.

© dapd Vergrößern Die Deutsche Telekom sucht den Schulterschluss mit Partnern

Die Deutsche Telekom und andere Branchengrößen arbeiten einem Zeitungsbericht zufolge an dem Aufbau eines gemeinsamen europäischen Netzes. Über die Idee, sich Infrastruktur länderübergreifend zu teilen, sei bei einem privaten Treffen von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia mit Chefs der größten Telekommunikationskonzerne in Europa beraten worden, berichtete die „Financial Times“ am Mittwoch.

Neben der Deutschen Telekom seien auch France Telecom, Telecom Italia und der spanische Marktführer Telefónica dabei vertreten gewesen. Die Unternehmen wollten nun Vorschläge unterbreiten, wie der zersplitterte Markt in Europa besser verbunden werden könne. Einwände drohten allerdings von den nationalen Aufsichtsbehörden.

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Der Branche machen nationale Beschränkungen und die wachsende Konkurrenz durch globale Technologiekonzerne wie Google zu schaffen. Vertreter der EU-Kommission und der Unternehmen waren nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Um ihre Profitabilität zu steigern und Geld für dringend benötigte Investitionen in neue Netze zusammenzubekommen, rufen Netzbetreiber seit Jahren nach einer Konsolidierung innerhalb der Länder. Das will Almunia nicht. Stattdessen signalisierte er Offenheit für Schulterschlüsse über nationale Grenzen hinweg. Aus der Not der Netzbetreiber, die Kosten zu senken, und der Unmöglichkeit, sich innerhalb der Länder zu konsolidieren, könnte aus getrennten nationalen Märkten ein europäischer Markt entstehen.

Dies könnte auf dreierlei Wegen geschehen: Übernahmen, Netzkooperation oder die Überführung der physischen Netze sowie die dazugehörenden Schulden in ein neues Unternehmen. Die Brüsseler Behörde würde sich solchen Zusammenschlüssen dem Bericht zufolge nicht in den Weg stellen. Widerstand gegen derartige Pläne dürfte eher von nationalen Regulierern kommen. Unklar ist, ob die darbende Branche durch eine politisch gewollte Vereinigung in einem schrumpfenden Markt gesunden kann.

Quelle: Reuters, dpa-AFX

 
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Veröffentlicht: 09.01.2013, 08:38 Uhr

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