Home
http://www.faz.net/-gqi-75lu9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Länderübergreifende Infrastruktur Europäische Telekomkonzerne basteln an gemeinsamem Netz

Die Deutsche Telekom, France Telecom, Telecom Italia und die spanische Telefónica arbeiten einem Zeitungsbericht zufolge an dem Aufbau eines gemeinsamen europäischen Netzes. Damit wollen sie sich für die steigende Konkurrenz durch Unternehmen wie Google wappnen.

© dapd Vergrößern Die Deutsche Telekom sucht den Schulterschluss mit Partnern

Die Deutsche Telekom und andere Branchengrößen arbeiten einem Zeitungsbericht zufolge an dem Aufbau eines gemeinsamen europäischen Netzes. Über die Idee, sich Infrastruktur länderübergreifend zu teilen, sei bei einem privaten Treffen von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia mit Chefs der größten Telekommunikationskonzerne in Europa beraten worden, berichtete die „Financial Times“ am Mittwoch.

Neben der Deutschen Telekom seien auch France Telecom, Telecom Italia und der spanische Marktführer Telefónica dabei vertreten gewesen. Die Unternehmen wollten nun Vorschläge unterbreiten, wie der zersplitterte Markt in Europa besser verbunden werden könne. Einwände drohten allerdings von den nationalen Aufsichtsbehörden.

Mehr zum Thema

Der Branche machen nationale Beschränkungen und die wachsende Konkurrenz durch globale Technologiekonzerne wie Google zu schaffen. Vertreter der EU-Kommission und der Unternehmen waren nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Um ihre Profitabilität zu steigern und Geld für dringend benötigte Investitionen in neue Netze zusammenzubekommen, rufen Netzbetreiber seit Jahren nach einer Konsolidierung innerhalb der Länder. Das will Almunia nicht. Stattdessen signalisierte er Offenheit für Schulterschlüsse über nationale Grenzen hinweg. Aus der Not der Netzbetreiber, die Kosten zu senken, und der Unmöglichkeit, sich innerhalb der Länder zu konsolidieren, könnte aus getrennten nationalen Märkten ein europäischer Markt entstehen.

Dies könnte auf dreierlei Wegen geschehen: Übernahmen, Netzkooperation oder die Überführung der physischen Netze sowie die dazugehörenden Schulden in ein neues Unternehmen. Die Brüsseler Behörde würde sich solchen Zusammenschlüssen dem Bericht zufolge nicht in den Weg stellen. Widerstand gegen derartige Pläne dürfte eher von nationalen Regulierern kommen. Unklar ist, ob die darbende Branche durch eine politisch gewollte Vereinigung in einem schrumpfenden Markt gesunden kann.

Quelle: Reuters, dpa-AFX

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
EU-Verfahren gegen Google Eine Aufspaltung könnte die beste Lösung sein

Hilft gegen Internet-Monopolisten am Ende nur die Aufspaltung? Am Donnerstag stimmt das Europäische Parlament über eine entsprechende Resolution ab. Der Mitinitiator Andreas Schwab erklärt im Interview die Beweggründe. Mehr Von Uwe Ebbinghaus

26.11.2014, 10:26 Uhr | Feuilleton
Gespräch mit Christoph Keese Zu klären ist, ob Google zahlen muss

Springer-Mann Christoph Keese hat sich das Silicon Valley genau angeschaut. Er weiß, wie Amerikas Online-Konzerne ticken. Hierzulande kämpft er für das Leistungsschutzrecht, mit dem Verlage gegen Google antreten. Wie groß sind ihre Chancen? Mehr

19.11.2014, 17:02 Uhr | Feuilleton
Dominierende Marktstellung EU-Parlament will angeblich Aufspaltung von Google fordern

Das Europäische Parlament bereitet einem Medienbericht zufolge einen Antrag vor, der die Aufspaltung von Google fordert. So solle die dominierende Marktstellung des Unternehmens eingeschränkt werden. Mehr

21.11.2014, 20:43 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 09.01.2013, 08:38 Uhr

Kartell in Not

Von Christian Geinitz

Die Opec-Länder haben entschieden, ihre Ölförderung trotz des Preisverfalls nicht zu drosseln. Das ist gut für uns Verbraucher. Die Macht des Kartells schwindet. Mehr 2 4


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wo Gemeinden die meisten Steuern einnehmen

Die Städte und Gemeinden in Ostdeutschland haben zwar weniger Schulden als die im Westen, doch ihre Steuerkraft ist noch immer deutlich niedriger. Unsere Grafik zeigt, wo Kommunen viele Steuern einnehmen. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden