Die Commerzbank will im deutschen Geschäft 10 bis 15 Prozent der Belegschaft abbauen. Dies verlautete am Donnerstag aus Finanzkreisen. Das entspricht bei 43.400 Mitarbeitern in Deutschland einem Abbau von 4000 bis 6500 Stellen. Allerdings handele es sich dabei nur um eine vorläufige Größenordnung, bevor im Februar die Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen werden, hieß es. Nach Informationen aus Finanzkreisen gibt es in den Verhandlungen noch zahlreiche Stellschrauben, die zu einem geringeren Stellenabbau führen könnten.
Privatkundenvorstand Martin Zielke hatte kürzlich im Gespräch mit dieser Zeitung eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten in den Filialen als ein Ziel der Verhandlungen genannt. So sollten die Mitarbeiter in den 1200 Commerzbank-Filialen abhängig vom Kundenbedarf flexibler eingesetzt werden. „Je besser unser Angebot ist, je zufriedener unsere Kunden sind, um so stärker sind wir damit auf der Ertragsseite und umso weniger Personal müssen wir abbauen“, sagte Zielke. Die Profitabilität im Filialgeschäft war in den vergangenen Jahren sehr schwach, zum Teil verdiente die Commerzbank kein Geld. Insgesamt strebt der Vorstand bis zum Jahr 2016 eine Reduzierung der Kostenbasis um 10 bis 15 Prozent an. Schon im Herbst 2012 waren Gerüchte über einen Abbau von 6000 Stellen aufgekommen.
Die Hiobsbotschaften der Commerzbank
Wolfgang Wagner, M.A. (ww-bc)
- 18.01.2013, 08:22 Uhr
Hauptsache, Herrn Blessings Gehalt ist wieder auf leistungsgerechtem
Niveau - was für ein Pack.
Jörg Feller (Bankster2)
- 17.01.2013, 21:18 Uhr
