11.01.2013 · Google soll die Ergebnisse seiner Internet-Suchmaschine anders darstellen. Sonst eröffnet die EU ein Kartellverfahren gegen den Konzern, sagt der Wettbewerbskommissar.
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Die marktbeherrschende Stellung eines Unternehmens kann nur dann zum
Problem werden, wenn es diese derart ausnutzt, daß sich das
nachteilig für die Nutzer der angebotenen Leistung auswirkt. Ob das
bei Google der Fall ist, darüber ließe sich trefflich
streiten. Ich denke nicht.
Ansonsten steht es jedem frei, eine Suchmaschine etc. in das Netz zu
stellen, das erfordert keinen großen Aufwand. Sollten sich
genügend Nutzer finden, muß allerdings ein griffiges Konzept
her, um die Kosten zu decken. Und da liegt doch das eigentliche Problem.
Denn wer will schon Werbung auf einer neuen Suchmaschine im Internet
bezahlen, die kaum jemand benutzt? Wo bleibt da der Erfolg der Werbung?
Das Problem ist also, ohne Werbung soviel Nutzer wie nur möglich zu
gewinnen, um dann überhaupt Werbeeinnahmen generieren zu
können. Das erfordert einiges an Risikokapital. Übrigens, auch
duckduckgo macht Werbung. Ansonsten bleibt nur die Finanzierung
über Spenden, eine eher unsichere Methode.
Es war am 11.11.09 - der Mäusefänger von Hameln
Damals konnte man auf FAZ.net von "google maps" und "streetview" lesen - eine neue, kostenlose Alternative zu teuren Navi-Apps etablierter Hersteller.(Schon damals wurden Kommentare gepostet, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis google eine marktbehrrschende Position einnimmt und diese dann kartellartig ausnutzen werde. Mir kommt die Strategie vor wie im Märchen: Erst mal eine süße Melodie spielen bis alle hinterherlaufen, und die ganze Meute dann ins Verderben treiben. Google lullt uns alle ein mit kostenfreien Angeboten, entledigt sich so nach und nach den Mitbewerbern und schleicht sich in alle Lebensbereiche, bis es uns am Ende vollständig durchschaut, lenkt und manipuliert.
Das ist doch überhaupt nicht wahr. Entweder schreiben Sie hier bewusst die Unwahrheit oder es fehlt Ihnen einfach an Fachwissen. Es gibt z.B. die Suchmaschine DuckDuckGo, die weder Werbung launcht noch Suchanfragen zum Zwecke der personalisierten Werbung aufzeichnet. Und die Hits sind deutlich genauer als z.B. bei Google oder Bing.
Google hatte zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Riecher, hat das
erkannt und sich mit einem hervorragenden Management folgerichtig zur
Suchmaschine #1 entwickelt. Dazu fällt mir nichts als neidlose
Bewunderung ein. So funktioniert Marktwirtschaft.
Google jetzt vorzuwerfen, es "nutze seine marktbeherrschende
Stellung" aus, ist völlig absurd. Jedem steht frei, eine
andere Suchmaschine zu nutzen. Der jenige wird sich wundern, wie er dort
mit Werbung zugepflastert wird und wird sofort eine Kehrtwendung
zurück zu Google machen.
Soll auf der Webseite der Deutschen Post künftig Werbung für
Unterwäsche statt für Briefmarken und Paketdienste gemacht
werden? Soll die Telekom künftig für Schokoriegel statt
für ihre Angebote werben?
Nichts kapiert
Sie schreiben selber: " folgerichtig zur Suchmaschine #1 " Da
stimme ich zu.
""nutze seine marktbeherrschende Stellung" aus, ist
völlig absurd."
Ist es nicht. Marktwirtschaft funktioniert nur so lange, so lange auch
Konkurrenz da ist. Google hat zur Zeit keine Konkurrenz mehr, weshalb
sich zu Recht die Kartellbehörde darum kümmert, wenn Google
diese Situation ausnutzt.
Immer diese Leichtgläubigkeit...
daß nun auch die EU aufwacht. Es ist mehr als ärgerlich, daß z. B. bei einer Personensuche zuerst diverse Suchergebnisse auftauchen, die auf Werbepartner von google verweisen, aber keinen Bezug zur eigentlichen Suche haben.
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