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Kritik an Suchergebnisdarstellung EU droht Google mit Kartellverfahren

 ·  Google soll die Ergebnisse seiner Internet-Suchmaschine anders darstellen. Sonst eröffnet die EU ein Kartellverfahren gegen den Konzern, sagt der Wettbewerbskommissar.

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Otto Meier

Freie Marktwirtschaft

Die marktbeherrschende Stellung eines Unternehmens kann nur dann zum Problem werden, wenn es diese derart ausnutzt, daß sich das nachteilig für die Nutzer der angebotenen Leistung auswirkt. Ob das bei Google der Fall ist, darüber ließe sich trefflich streiten. Ich denke nicht.

Ansonsten steht es jedem frei, eine Suchmaschine etc. in das Netz zu stellen, das erfordert keinen großen Aufwand. Sollten sich genügend Nutzer finden, muß allerdings ein griffiges Konzept her, um die Kosten zu decken. Und da liegt doch das eigentliche Problem. Denn wer will schon Werbung auf einer neuen Suchmaschine im Internet bezahlen, die kaum jemand benutzt? Wo bleibt da der Erfolg der Werbung? Das Problem ist also, ohne Werbung soviel Nutzer wie nur möglich zu gewinnen, um dann überhaupt Werbeeinnahmen generieren zu können. Das erfordert einiges an Risikokapital. Übrigens, auch duckduckgo macht Werbung. Ansonsten bleibt nur die Finanzierung über Spenden, eine eher unsichere Methode.

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Christian Hausen

Es war am 11.11.09 - der Mäusefänger von Hameln

Damals konnte man auf FAZ.net von "google maps" und "streetview" lesen - eine neue, kostenlose Alternative zu teuren Navi-Apps etablierter Hersteller.(Schon damals wurden Kommentare gepostet, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis google eine marktbehrrschende Position einnimmt und diese dann kartellartig ausnutzen werde. Mir kommt die Strategie vor wie im Märchen: Erst mal eine süße Melodie spielen bis alle hinterherlaufen, und die ganze Meute dann ins Verderben treiben. Google lullt uns alle ein mit kostenfreien Angeboten, entledigt sich so nach und nach den Mitbewerbern und schleicht sich in alle Lebensbereiche, bis es uns am Ende vollständig durchschaut, lenkt und manipuliert.

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Kalle Käfer
Kalle Käfer (kkaefer) - 11.01.2013 11:08 Uhr

@Frank Steinke

Das ist doch überhaupt nicht wahr. Entweder schreiben Sie hier bewusst die Unwahrheit oder es fehlt Ihnen einfach an Fachwissen. Es gibt z.B. die Suchmaschine DuckDuckGo, die weder Werbung launcht noch Suchanfragen zum Zwecke der personalisierten Werbung aufzeichnet. Und die Hits sind deutlich genauer als z.B. bei Google oder Bing.

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Frank Steinke
Frank Steinke (dl8waa) - 11.01.2013 10:13 Uhr

Chapeau, Google!

Google hatte zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Riecher, hat das erkannt und sich mit einem hervorragenden Management folgerichtig zur Suchmaschine #1 entwickelt. Dazu fällt mir nichts als neidlose Bewunderung ein. So funktioniert Marktwirtschaft.

Google jetzt vorzuwerfen, es "nutze seine marktbeherrschende Stellung" aus, ist völlig absurd. Jedem steht frei, eine andere Suchmaschine zu nutzen. Der jenige wird sich wundern, wie er dort mit Werbung zugepflastert wird und wird sofort eine Kehrtwendung zurück zu Google machen.

Soll auf der Webseite der Deutschen Post künftig Werbung für Unterwäsche statt für Briefmarken und Paketdienste gemacht werden? Soll die Telekom künftig für Schokoriegel statt für ihre Angebote werben?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.01.2013 12:00 Uhr
Herbert Mayer

Nichts kapiert

Sie schreiben selber: " folgerichtig zur Suchmaschine #1 " Da stimme ich zu.

""nutze seine marktbeherrschende Stellung" aus, ist völlig absurd."
Ist es nicht. Marktwirtschaft funktioniert nur so lange, so lange auch Konkurrenz da ist. Google hat zur Zeit keine Konkurrenz mehr, weshalb sich zu Recht die Kartellbehörde darum kümmert, wenn Google diese Situation ausnutzt.

Immer diese Leichtgläubigkeit...

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Wolfgang Sunderbrink
Wolfgang Sunderbrink (seew) - 11.01.2013 09:04 Uhr

Gut,

daß nun auch die EU aufwacht. Es ist mehr als ärgerlich, daß z. B. bei einer Personensuche zuerst diverse Suchergebnisse auftauchen, die auf Werbepartner von google verweisen, aber keinen Bezug zur eigentlichen Suche haben.

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11.01.2013, 00:05 Uhr

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