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Veröffentlicht: 21.02.2013, 17:20 Uhr

Kritik an Arbeitsbedingungen Amazon für mehr Betriebsräte

In der Diskussion über die Arbeitsbedingungen bei Amazon will der Versandhändler die Mitbestimmung der Arbeitnehmer verbessern. An der Leiharbeit will man allerdings festhalten.

von
© dpa Die Kunden sehen nur das Paket, nicht aber die Arbeitsbedingungen beim Versand

Unter dem Eindruck der Debatte über sein Unternehmen hat sich erstmals Ralf Kleber, der Geschäftsführer von Amazon Deutschland, zu Wort gemeldet. Kleber will die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in Deutschland verbessern und spricht sich für mehr Betriebsräte im Unternehmen aus: „Ich finde Betriebsräte sehr gut, und ich ermuntere die Mitarbeiter in unseren Logistikzentren, Betriebsräte mitzugründen“, sagte er „Spiegel-Online“.

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Amazon ist nach Berichten über die Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern in die Kritik geraten und hat sich von einem Sicherheitsdienst und einem weiteren Dienstleister getrennt. „Dass ein Sicherheitsdienst in der gezeigten Art und Weise unsere Mitarbeiter bedrängt, das ist nicht akzeptabel“, wird Kleber nun zitiert. Er bedauere die Vorfälle.

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In einer Fernsehdokumentation waren die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern am hessischen Amazon-Standort Bad Hersfeld gezeigt worden. „Die Fernsehbilder, die wir gesehen haben, machen mich betroffen“, sagte Kleber. Er kündigte weitere Schritte an: „Dass wir die Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst und mit einem weiteren Dienstleister beendet haben, war nur der Anfang. Wir prüfen, welche weiteren Konsequenzen wir noch ziehen werden.“ Amazon halte aber an der Leiharbeit fest. „Wir brauchen Leiharbeiter, um das Saisongeschäft abzufedern, und wir haben den Anspruch, die Leiharbeiter genauso zu behandeln und zu bezahlen, wie unsere Stammbelegschaft.“

Die Ankündigung des Bundeskartellamts, die Rechtmäßigkeit von Preisauflagen für dritte Händler zu prüfen, die Waren über Amazon anbieten, kommentierte Kleber indes gelassen: „Wir begrüßen das Verfahren, weil es endlich Klarheit in einer wichtigen Grundsatzfrage schaffen wird.“

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