Home
http://www.faz.net/-gqi-774cy
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Kritik an Arbeitsbedingungen Amazon für mehr Betriebsräte

In der Diskussion über die Arbeitsbedingungen bei Amazon will der Versandhändler die Mitbestimmung der Arbeitnehmer verbessern. An der Leiharbeit will man allerdings festhalten.

© dpa Vergrößern Die Kunden sehen nur das Paket, nicht aber die Arbeitsbedingungen beim Versand

Unter dem Eindruck der Debatte über sein Unternehmen hat sich erstmals Ralf Kleber, der Geschäftsführer von Amazon Deutschland, zu Wort gemeldet. Kleber will die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in Deutschland verbessern und spricht sich für mehr Betriebsräte im Unternehmen aus: „Ich finde Betriebsräte sehr gut, und ich ermuntere die Mitarbeiter in unseren Logistikzentren, Betriebsräte mitzugründen“, sagte er „Spiegel-Online“.

Carsten Knop Folgen:      

Amazon ist nach Berichten über die Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern in die Kritik geraten und hat sich von einem Sicherheitsdienst und einem weiteren Dienstleister getrennt. „Dass ein Sicherheitsdienst in der gezeigten Art und Weise unsere Mitarbeiter bedrängt, das ist nicht akzeptabel“, wird Kleber nun zitiert. Er bedauere die Vorfälle.

Mehr zum Thema

In einer Fernsehdokumentation waren die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern am hessischen Amazon-Standort Bad Hersfeld gezeigt worden. „Die Fernsehbilder, die wir gesehen haben, machen mich betroffen“, sagte Kleber. Er kündigte weitere Schritte an: „Dass wir die Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst und mit einem weiteren Dienstleister beendet haben, war nur der Anfang. Wir prüfen, welche weiteren Konsequenzen wir noch ziehen werden.“ Amazon halte aber an der Leiharbeit fest. „Wir brauchen Leiharbeiter, um das Saisongeschäft abzufedern, und wir haben den Anspruch, die Leiharbeiter genauso zu behandeln und zu bezahlen, wie unsere Stammbelegschaft.“

Die Ankündigung des Bundeskartellamts, die Rechtmäßigkeit von Preisauflagen für dritte Händler zu prüfen, die Waren über Amazon anbieten, kommentierte Kleber indes gelassen: „Wir begrüßen das Verfahren, weil es endlich Klarheit in einer wichtigen Grundsatzfrage schaffen wird.“

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Buchmarkt Amazon startet E-Book-Flatrate in Deutschland

Die neue E-Book-Flatrate aus dem Hause Amazon kostet 9,99 Euro im Monat. Kunden können damit auf 650.000 Titel zugreifen - allerdings ist nur ein kleiner Teil davon auf Deutsch. Mehr

07.10.2014, 12:21 Uhr | Wirtschaft
Streik bei Amazon

Vor dem Amazon-Verteilzentrum in Bad Hersfeld ging es laut zu: Es wurde gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi will mit einer neuen Streikwelle bei Amazon ihre Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und einem Tarifvertrag durchsetzen. Die Gewerkschaft rief die Beschäftigten in vier Verteilzentren zu einem zweitägigen Ausstand auf. Mehr

22.09.2014, 14:19 Uhr | Wirtschaft
Volkswagen Winterkorn nennt erste Ideen fürs VW-Sparprogramm

Wie kann VW sparen? Mit weniger Sonderausstattung an den Autos. Lufthansa Cargo will sein Frachtgeschäft umbauen. Das Verkehrsministerium prüft Genehmigungen für die Air Berlin/Etihad-Flüge. Mehr

13.10.2014, 04:50 Uhr | Wirtschaft
Tolino, der deutsche Kindle

Es ist die Geschichte eines erfolgreichen Gemeinschaftsprojekts, ausgerechnet dort wo der Megakonzern Amazon seine Konkurrenten sonst verdrängt. Konkurrierende Buchhandelsketten schloßen sich zusammen und entwickelten einen eigenen E-book-reader. Mehr

18.06.2014, 11:12 Uhr | Wirtschaft
Wegen Steuerdeal mit Amazon EU knöpft sich Luxemburg vor

Nach Apple gerät auch Amazon wegen Steuervereinbarungen mit EU-Ländern ins Visier der EU-Kommission. Es geht um ein Abkommen mit Luxemburg aus dem Jahr 2003. Der Verdacht lautet auf illegale staatliche Hilfe. Mehr

07.10.2014, 13:22 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 21.02.2013, 17:20 Uhr

Korruption in Spanien

Von Leo Wieland, Madrid

Die politische Klasse in Spanien hat sich schamlos bereichert. Die Parteien schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Der desillusionierte Bürger wendet sich ab. Mehr 1 2


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Gründer Die Mama hilft am meisten

Aus welchen Quellen finanzieren sich Gründer? Das Geld kommt nicht nur von der Bank oder der Bundesagentur für Arbeit. Die meiste Unterstützung bieten Freunde und Familie. Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden