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Kritik an Arbeitsbedingungen Amazon für mehr Betriebsräte

 ·  In der Diskussion über die Arbeitsbedingungen bei Amazon will der Versandhändler die Mitbestimmung der Arbeitnehmer verbessern. An der Leiharbeit will man allerdings festhalten.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)
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Andreas Neubert

@ Hans Böhringer

"(...) und jeder Sklave wäre froh gewesen, hätte er solche Bedingungen vorgefunden."

Und wir sind verdammt bescheiden geworden. Jeder Sklave wäre auch froh gewesen, im Sozialismus zu leben. Müssen wir den jetzt auch gut finden?

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Markus Sonecken

Wieder mal Verdi...

Schlimm, schlimm, die Amazoner. 1.500 € für ungelernte Hilfsarbeit UND 30 km bis zum Job. kein Wunder, dass da kein Deutscher vom Arbeitsamt hingeschickt wird. Und auch noch Taschenkontrollen! In einem VERSANDLAGER! Nazimethoden wie bei Tschibo, DocMorris oder anderen Lägern mit kleinteiligen Wertgegenständen. AMAZON hat keinen Betriebsrat (wie SAP zum Beispiel auch nicht), dass ärgert Verdi natürlich. Eine ähnliche Nummer haben die Gewerkschaftler (denen die mitglieder weglaufen) vor einiger Zeit schon mal bei ebay versucht (http://www.golem.de/0404/30973.html). Mit einer gefakten Mitarbeiterbefragung im Netz. Ist auch schief gegangen. Aber schön, dass sich der Gebührensender ARD / HR hier so vor den Karren spannen läßt. Aber schön weiter empören! Zu Weihnachten ist Amazon bestimmt dann pleite. Und die Leiharbeiter ohne Aushilfsjob auch.

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Hans Böhringer

Wir leben im Europa des 21. Jahrhunderts

und jeder Sklave wäre froh gewesen, hätte er solche Bedingungen vorgefunden. Aussagen dieser Art sind eine ungeheure Beschönigung der Zustände, die auch heute noch in vielen Ländern Asiens, Afrikas und teilweise auch in Südamerika vorzufinden sind und sind demzufolge eine Beleidigung der Menschen, die tatsächlich Sklaven waren oder auch heute noch sind und können somit nicht ernst genommen werden.

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Dr. Ralf Martin

Das Problem ist doch viel grundsätzlicher:

Wenn, wie alle Welt immer betont, Zeitarbeiter eingestellt werden um "Auftragsspitzen abzuarbeiten" und dann auf 2000 Mitarbeiter nur 200 fest angestellte kommen, führt sich das System doch selber ad absurdum

- wenn im Zeitarbeitsgesetz endlich eine Quote von 10 oder 20% festgeschrieben würde (und zwar auch für Subsubsubunternehmen etc.pp.) könnte man diesen Wahnsinn zumindest etwas einschränken

- leider höre ich auch im Hinterkopf schon wieder die Stimmen der Regierungskoalition - wieviele "geringqualifizierten - Beschäftigungsverhältnisse" uns das wieder kosten würde.......

Die Zeiten an denen unsere Strassen schwarz vor Demonstranten sind wird nicht mehr so fern sein wie manch Politiker es hoffen mag - denn irgendwann endet auch die preussische Staatshörigkeit....

Es wird so kommen...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2013 19:12 Uhr
Klaus Piesters

Ich habe ja noch nie gekifft

aber das was Sie genommen haben, wurde ich auch gerne mal probieren.

Naja, was soll ich sagen. Ich lebe halt in einer harten Welt. Ich musste mich immer doppelt und vierfach soviel anstrengen, bis ich halbwegs akzeptiert wurde.
Ja, ich mußte mich durch das Titelgeile Deutschland halt mal durchkämpfen und jetzt habe ich einen vernünftigen Job. Schlimmer waren allerdings immer diese zumindest halbwegs rassistischen Vorurteile dene ich während meiner gesamten Schullaufbahn ausgesetzt war. Die Bayern bevorzugen wirklich alle ausländischen Leute und haben dann etwas gegen Deutsche, die Standard-Deutsch sprechen!

Also die Türken bei uns in der Schule hatten es wirklich noch leicht...

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Dr. Ralf Martin

Dennoch beisst sich der Hund in den Schwanz.....

... denn z.B. der 4,52€ Friseur hat eben NICHT die Wahl zwischen

Gucci und KiK,
Fachgeschäft oder NKD,
Aldi oder Fachmetzgerei

- und je grösser beispielsweise das Heer der "Aufstocker", Rentner u.ä.
in der Grundversorgung wird - desto mehr Kunden bekommen eben
DIE Firmen die weder RESPEKT noch Anstand zu/mit Ihren Mitarbeitern haben ...

egal wie - schde halt....

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Jens Kürschner
Jens Kürschner (PROPDL) - 22.02.2013 10:19 Uhr

Das Problem sind nicht Quoten

Das Problem sind nicht fehlende Quoten. Zeitarbeiter sind als ganz normale Arbeiter anzusehen, sie machen den selben Job. Wenn ein Unternehmen sich entscheidet Leiharbeiter zu beschäftigen, nehmen diese niemanden den Job weg, da diese Stellen so oder so besetzt werden müssen. Das Problem ist ein ganz anderes : Die Unfähigkeit der Unternehmen im Verhalten gegenüber Ihrer Arbeitnehmer. Bei Amazon hat all das nichts mit einem Problem bezüglich Zeitarbeitern zu tun. Es ist der Umgang mit dem Beschäftigten, dass passiert aber auch nur aufgrund der Tatsache weil wir heute in einer Dumpingpreisgesellschaft leben. Jeder kann selbst entscheiden wo er was zu welchem Preis bezieht. Wenn ich als Kunde ein Produkt mit der möglichst höchsten Dienstleistung zum möglichst niedrigsten Preis haben will, muss mir bewust sein dass dies nur möglich ist wenn z.b. wie jetzt bei Amazon andere darunter leiden müssen. Mann nimmt mal wieder die Zeitarbeit als Sündenbock um das eigene Fehlverhalten zu beschönigen

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Horst-G. Willweber

Laber, Laber - ohne jedewedes Unrechtsbewußtsein für den beauftragten Dienstleister!

Als Konsumenten ist kurz und knapp Handeln geboten; sofortige Kündigung des AMAZON-Kontos, wie heute von mir veranlasst:

"Ihre Firmenphilosophie, prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu unterhalten, sozial schwache "Arbeitnehmer" als Sklaven zu behandeln und über sog. Dienstleister als solche halten zulassen, ist empörend und sträflich sittenwidrig!
Erschwerend fällt in's Gewicht, dass Sie noch nicht einmal die Größe besitzen, Ihre Auftraggeberverantwortung gegenüber dem von Ihnen beauftragten Dienstleister öffentlich einzugestehen; statt dessen glauben machen, der Vorgang sei mit einer fristlosen Beendigung des Dienstverhältnisses erledigt.

Ich darf Sie daher bitten, unverzüglich mein bei Ihnen bestehendes Konto rückstandsfrei zu löschen und mir dieses an meine Mailanschriftschriftlich zu bestätigen. Die Zeiten der "Gutsherrenart" sind längst Geschichte; wir leben im 21. Jahrhundert!"

Es sind auch die Kunden, die aufgrund ihrer "Schnäppchenjägerei" derartige Auswüchse ermöglichen!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 11:25 Uhr
Andreas Neubert

@Patrick Hawighorst

"Als ob jemand im Kundenservice von Amazon interessiert was da für Auswüchse in einer Kündigung stehen."

Oh! Oh! Da können Sie mal sicher sein, dass da jetzt in der PR-Abteilung von Amazon Deutschland die Hütte brennt! Eine solche öffentliche Diskussion nimmt man da bestimmt nicht auf die leichte Schulter. Und ihr Tipp, da sein Konto zu löschen, ist gar nicht so schlecht: Da geht's um Umsatzzahlen, die man in Heller und Pfennig messen kann. Spätestens da hört der Spaß bei Amazon auf.

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Patrick Hawighorst

Wie wäre es mit Konto löschen?

Wieso einfach das Konto löschen, wenn man doch mit einer peinlich formulierten Kündigung ein wenig Aufmerksamkeit erhaschen könnte... Als ob jemand im Kundenservice von Amazon interessiert was da für Auswüchse in einer Kündigung stehen. Wer dort nicht kaufen will soll zum Karstadt um die Ecke gehen. Wunderbar. Aber diese öffentliche Heulerei nervt.

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Florian Baumann
Florian Baumann (flups) - 21.02.2013 23:03 Uhr

Viele, die das jetzt auch getan haben ...

... werden sich freuen, wenn auf einmal auf ihrem Kindle wieder viel Platz ist. Alle bei Amazon gekauften Bücher, von denen man sich nicht vorher eine illegale DRM-freie Sicherheitskopie angefertigt hat, sind dann nämlich weg.

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Closed via SSO

Schön deutsch ...

... die Empörung. Und deshalb nicht nachahmenswert.

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Axel Rein

Wir haben fast immer eine Wahl

Wir haben fast immer eine Wahl. Nachdenken heißt, Fragen durchzuspielen und passende Antworten für ein erfolgreiches Leben zu suchen. Ihr seid mit eurer Arbeit oder eurem Gehalt nicht zufrieden oder hättet gerne mehr Freizeit? Dann entscheidet euch, ob Ihr die Situation ändern wollt oder nicht. Trefft eine Erfolgsentscheidung. Aber bedenkt: Die falsche Entscheidung wäre es, gar keine Entscheidung zu treffen.
Love it, leave it, or CHANCE it.
Wer nur weiterhin das macht, was er schon immer gemacht hat, wird im Leben auch weiterhin nur das bekommen, was er schon immer bekommen hat. Das reicht euch nicht?
Veränderungen gehen nur dann aus uns hervor, wenn wir eine andere Denkweise annehmen. Sich selbst und das, was wir gerade tun, infrage zu stellen, schafft oft schon eine Antwort auf ein Problem.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 21:11 Uhr
Closed via SSO

Probleme?

Ich habe keine Probleme mit Amazon, und ich freue mich auf weitere Jahre mit einem guten und zuverlässigen Onlineshop.

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21.02.2013, 17:20 Uhr

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