14.01.2008 · Die weltgrößte Bank Citigroup kämpft mit der Kreditkrise. Einem Medienbericht zufolge könnte die Bank bis zu 24 Milliarden Dollar abschreiben. Auch die Entlassung von 20.000 Mitarbeitern stehe zur Debatte. Zudem wird über eine Milliarden-Finanzspritze aus China spekuliert.
Die mit der Kreditmarktkrise kämpfende amerikanische Bank Citigroup könnte einem Medienbericht zufolge bis zu 24 Milliarden Dollar abschreiben. Auch die Entlassung von 20.000 Mitarbeitern stehe zur Debatte, um Kosten zu senken, berichtete der Sender CNBC am Sonntagabend im Internet.
Darüber hinaus wolle die Citigroup frisches Kapital einsammeln. Die Citigroup werde entsprechende Pläne bereits am Dienstag bei Bekanntgabe seiner Quartalszahlen vorstellen. Es wird allgemein bereits erwartet, dass die Citigroup einen Quartalsverlust ausweisen und Stellen abbauen wird. Experten gehen zudem davon aus, dass die Dividende gekürzt oder ganz gestrichen wird.
Finanzspritze aus China
Nach einem Bericht der Online-Ausgabe des „Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf informierte Kreise könnte die Citigroup eine Milliarden-Finanzspritze aus China bekommen. Es werde erwartet, dass die China Development Bank rund zwei Milliarden Dollar in die Citigroup investiere. Weiterer Kapitalgeber werde der saudische Prinz al-Walid Bin Talal sein, der bereits Citi-Großaktionär ist. Laut Medieninformationen verhandelt die Bank über frisches Kapital von bis zu zehn Milliarden Dollar.
Etliche große amerikanische Banken haben im Zuge der Krise am Hypotheken- und Immobilienmarkt Probleme und kämpfen mit Milliarden-Verlusten.
Fass ohne Boden?
Jens Leschmann (SV-Leschmann)
- 14.01.2008, 12:44 Uhr
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