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Krebsrisiken verschwiegen : Milliardenstrafen gegen Pharmafirmen

  • Aktualisiert am

Diabetes-Medikament Actos Bild: Bloomberg

Weil sie die Krebsrisiken eines bekannten Diabetes-Medikaments verschwiegen haben, müssen zwei Pharmafirmen zusammen neun Milliarden Dollar Strafe zahlen.

          Ein amerikanisches Gericht hat zwei Pharmafirmen zu Geldbußen von neun Milliarden Dollar verdonnert. Einem Anwalt der Kläger zufolge muss der japanische Konzern Takeda Pharmaceutical sechs Milliarden Dollar zahlen, der amerikanische Konzern Eli Lilly drei Milliarden.

          In dem Verfahren ging es darum, dass gegenüber Patienten und Ärzten Krebsrisiken des Diabetes-Medikaments Actos verschwiegen wurden. Das Medikament war vor einigen Jahren unter Verdacht geraten, das Risiko für Blasenkrebs leicht zu erhöhen. Viele Länder haben dann strengere Auflagen erlassen, manche haben den Vertrieb des Medikaments komplett untersagt.

          Mit „erstauntem Schweigen“ sei das Urteil aufgenommen worden, sagte Anwalt Mark Lanier. Das Gericht habe zudem Entschädigungszahlungen über 1,475 Millionen Dollar verhängt.

          Takeda ist das größte Pharmaunternehmen Japans

          An der Börse in Tokio brachen die Aktien von Takeda nach Bekanntwerden des Gerichtsentscheids um über acht Prozent ein. Actos war einst das bestverkaufte Diabetes-Medikament der Welt

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