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Krankenkassen KKH und Allianz BKK wollen fusionieren

22.09.2008 ·  Offenbar sorgt der Gesundheitsfonds dafür, dass immer mehr Kassen über Allianzen nachdenken: Vergangene Woche hatten die Techniker Krankenkasse und die IKK-Direkt ihre Fusion angekündigt. Jetzt soll es schon den nächsten Zusammenschluss geben: Die KKH und die Allianz BKK wollen fusionieren.

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Unter den deutschen Krankenkassen steht im nächsten Jahr eine weitere große Fusion an. Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) als viertgrößte bundesweite Kasse und die Betriebskrankenkasse (BKK) der Allianz kündigten am Montag an, sich zum 1. April zusammenzuschließen. Sie reagierten damit auf den sich verschärfenden Wettbewerb mit Einführung des Gesundheitsfonds, teilten beide Unternehmen in Hannover und München mit.

Die neue Kasse soll mehr als zwei Millionen Menschen versichern und den Namen „KKH Allianz“ tragen. Zugleich soll das Bündnis den Grundstein für eine Kooperation mit der Allianz Private Krankenversicherung bieten. Sie soll für die gesetzlich Versicherten exklusive private Zusatzangebote bereitstellen. Von diesen sollen die Mitglieder beider Kassen bereits zum 1. Januar profitieren.

Keine betriebsbedingten Kündigungen

Mit Einführung des umstrittenen Gesundheitsfonds gilt für die mehr als 200 gesetzlichen Krankenkassen bundesweit der gleiche Beitragssatz. Der Finanzpool verteilt die Gelder je nach Zahl und Gesundheitszustand der Versicherten. Ziel ist, dass sie untereinander nicht mehr um den niedrigsten Beitragssatz sondern um Qualität und Angebote für die Versicherten konkurrieren. „Der Erfolg einer Kasse wird zunehmend davon abhängen, wie gut sie mit gezielten Angeboten und überzeugendem Service die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden erfüllt“, sagte KKH-Chef Ingo Kailuweit. Marktstärke, Verhandlungsmacht und der Verbund mit einem Kooperationspartner spielten hierbei eine wichtige Rolle.

Vergangene Woche hatten die Techniker Krankenkasse (TK) und die IKK-Direkt angekündigt, zur größten deutschen Kasse mit mehr als sieben Millionen Versicherten fusionieren zu wollen. Die BKK Allianz ist bereits seit 2001 für alle gesetzlich Krankenversicherten geöffnet und kooperiert schon jetzt eng mit der privaten Krankenversicherung der Allianz, die rund 2,4 Millionen Kunden hat. Die Vorstände aller drei Versicherungen teilten mit, betriebsbedingte Kündigungen werde es im Rahmen der Fusion nicht geben.

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