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Krankenkassen BKK sagt Fusion mit der DAK ab

21.07.2010 ·  Erst Anfang Juli hatten die beiden Krankenkassen DAK und BKK Gesundheit eine Fusion angekündigt. Jetzt haben sie die geplante Großfusion überraschend abgesagt. Beide gelten als wirtschaftlich angeschlagen.

Von Andreas Mihm
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Die beiden Krankenkassen DAK und BKK Gesundheit haben ihre geplante Großfusion überraschend abgesagt, nachdem Verwaltungsräte der BKK diese abgelehnt haben. Beide Kassen verbreiten das Scheitern der Gespräche über die erst Anfang Juli zum 1. Oktober angekündigten Fusion lediglich auf ihren Internetseiten.

"Im Laufe der Verhandlungen hatte sich keine tragfähige Basis für den Zusammenschluss beider Krankenkassen ergeben", teilte die DAK mit. Bei der BKK Gesundheit hieß es, wichtige Ausschüsse hätten dem Verwaltungsrat empfohlen, "die Eigenständigkeit der BKK Gesundheit derzeit beizubehalten."

Beide Krankenkassen gelten als wirtschaftlich angeschlagen, beide verlangen von ihren Mitglieder eine Zusatzbeitrag von 8 Euro im Monat, beide verbuchen seither starke Mitgliederverluste - bei der DAK sind es 5 Prozent, bei der BKK Gesundheit bis zu 20 Prozent. Zusammen hätten die heutigen Nummern 3 und 14 am Kassenmarkt mehr als 5 Millionen Mitglieder und mehr als 7 Millionen Versicherte.

Die Fusionsabsichten waren im Lager der Ersatzkassen irritiert und mit Sorge aufgenommen worden, hätten sie im Ernstfall doch nicht nur für die Verbindlichkeiten einer vereinten "DAK Gesundheit" aufkommen müssen, sondern auch für Schieflagen bei den Betriebskrankenkassen, für die die BKK Gesundheit noch Jahre in Haftung genommen werden kann. Viele Kassenvorstände bezweifelten, dass die Fusion wirtschaftlich sinnvoll sei.

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