13.09.2010 · Die Ermittlungen gegen die Deutsche Telekom wegen einer angeblichen Verstrickung in Schmiergeldzahlungen für osteuropäische Regierungsbeamte weiten sich aus. Ein Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft bestätigte, dass auch mehrere Privatwohnungen von Managern durchsucht worden seien.
Von Helmut Bünder, BonnDavon betroffen war Ende August auch das Privathaus von Vorstandschef René Obermann. Seine Ehefrau, die ZDF-Journalistin Maybrit Illner, verzichtete deswegen Montagabend auf die Moderation der Nachrichtensendung „Heute Journal“, teilte das ZDF mit (siehe Durchsuchung bei Obermann: Ehefrau Illner moderiert nicht).
Die Untersuchung dreht sich um Korruptionsvorwürfe gegen die ungarische Tochtergesellschaft Magyar Telekom. In ihrem Jahresabschluss 2005 waren verdächtige Zahlungen für Beraterverträge in Mazedonien und Montenegro aufgefallen, die darauf hindeuteten, dass dort Regierungsbeamte bestochen worden sein könnten. Von rund 7 Millionen Euro ist die Rede.
Weil die Telekom-Aktie damals an der Börse New York notiert war, schalteten sich die amerikanische Börsenaufsicht SEC und das Justizministerium ein. Ihr Rechtshilfeersuchen an die deutschen Behörden war nach Angaben der Bonner Staatsanwaltschaft Auslöser der Razzien. Obermann betreute in der fraglichen Zeit im Vorstand von T-Mobile das internationale Geschäft.
Ein Unternehmenssprecher sagte, dass die Vorwürfe haltlos seien und sich dies „in Kürze“ zeigen werde. Die Telekom arbeite zur Aufklärung seit fünf Jahren mit den Ermittlern zusammen. „Das aktuelle Vorgehen der Behörden ist der Deutschen Telekom unklar“, sagte der Sprecher.
| Name | Kurs | Prozent |
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| FAZ-INDEX | 1.319,85 | −3,26% |
| Dow Jones | 12.118,60 | −2,22% |
| EUR/USD | 1,2433 | +0,58% |
| Rohöl Brent Crude | 98,82 $ | −2,76% |
| Gold | 1.606,00 $ | +3,08% |
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