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Korruptionsaffäre Weitere Siemens-Manager angeklagt

05.02.2007 ·  Dass Mitarbeiter der Kommunikationsparte offenbar potentiellen Auftraggebern Schmiergeld gezahlt haben, ist bekannt. Jetzt wird zwei Managern der Kraftwerksparte Bestechung vorgeworfen. Das Verfahren gegen beide könnte zeigen, ob Korruption bei Siemens System hat.

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Zum Schmiergeldskandal um mutmaßliche schwarze Kassen bei der Siemens-Telekommunikationssparte Com kommt ein Verfahren gegen zwei frühere Mitarbeiter der Siemens-Kraftwerksparte Power Generation.

Vor dem Landgericht Darmstadt beginnt am 13. März die Hauptverhandlung gegen die beiden Ex-Manager, berichtet die “Financial Times Deutschland“.

Sechs Millionen Schmiergeld

Ihnen werde zur Last gelegt, zwischen 1999 und 2002 zwei Geschäftsführer des italienischen Energiekonzerns Enel mit rund 6 Mio EUR bestochen zu haben, um bei Großaufträgen für Gasturbinen zum Zuge zu kommen. Sie müssen sich nun wegen Untreue und Beihilfe zur Untreue vor Gericht verantworten.

“Die Anklage gegen die Manager wurde zugelassen und die Verfahrensbeteiligung von Siemens angeordnet“, sagte eine Sprecherin des Landgerichts der “FTD“. Siemens habe den Termin bestätigt, sich aber zu weiteren Details nicht äußern wollen.

Hinweise auf das „System Siemens“

Das Verfahren in Darmstadt könnte nach Einschätzung der FTD Hinweise geben, inwieweit Schmiergeldzahlungen bei Siemens auf Einzeltäter zurückzuführen sind oder Züge einer systematischen Praxis tragen. Gegen Siemens ermittelt seit November die Münchener Staatsanwaltschaft in einem womöglich deutlich schwerwiegenderen Fall:

Siemens-Mitarbeiter der Kommunikationssparte Com sollen über Jahre hinweg schwarze Kassen geführt und mit deren Geldern potenzielle Auftraggeber bestochen haben. Siemens selbst untersucht zurzeit dubiose Zahlungen im Volumen von 420 Mio EUR.

Anders als im Com-Fall sind von den Beschuldigten aus der Kraftwerksparte bislang allerdings keine Aussagen bekannt, die der Konzernspitze eine mögliche Mitwisserschaft anlasten, schreibt das Blatt.

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