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Veröffentlicht: 28.03.2013, 09:36 Uhr

Konzernumbau Neues Kapital für EADS

Mit der Neuordnung von EADS ist der Einfluss der Regierungen deutlich beschränkt. Die Bundesregierung muss sich fragen lassen, warum sie für ihre Anteile 3 Milliarden Euro an Steuergeldern ausgegeben hat. Bei geringeren Anteilen hätte sie nicht weniger Rechte.

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EADS hat das dritte Kapitel seiner Geschichte aufgeschlagen. Nach  der Gründung vor dreizehn Jahren und der Abschaffung der doppelten  Führungsspitzen 2007 wird nun der Aktionärspakt aufgelöst, der dem  französischen Staat, Daimler und Lagardère die Dominanz garantierte. An seine Stelle tritt eine leichtere Struktur mit 72 Prozent Streubesitz und den zwei großen Staatsaktionären Deutschland und Frankreich. 

Christian Schubert Folgen:

EADS ist damit zwar noch keine normale Firma, wie der Konzern glauben machen will, denn die staatliche  Beteiligung steigt von 20 auf 28 Prozent. Doch der Einfluss der Regierungen ist deutlich beschränkt worden, und er hat nach den neuen Statuten auch gar nichts  mit der Höhe des Aktienbesitzes zu tun. Die Bundesregierung muss sich daher die Frage gefallen lassen, warum sie rund 3 Milliarden Euro an Steuergeldern für 12 Prozent des Kapitals ausgegeben hat. Bei geringeren Anteilen hätte sie nicht weniger Rechte.

Wählerpsychologie und Augenhöhe mit den Franzosen, um das  nationale Gesicht zu wahren, gaben hier den Ausschlag. Demgegenüber ist dem EADS-Konzern mehr nüchternes und wohlüberlegtes Vorgehen zu wünschen.

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