Home
http://www.faz.net/-gqi-7808g
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Konzernumbau Neues Kapital für EADS

Mit der Neuordnung von EADS ist der Einfluss der Regierungen deutlich beschränkt. Die Bundesregierung muss sich fragen lassen, warum sie für ihre Anteile 3 Milliarden Euro an Steuergeldern ausgegeben hat. Bei geringeren Anteilen hätte sie nicht weniger Rechte.

EADS hat das dritte Kapitel seiner Geschichte aufgeschlagen. Nach  der Gründung vor dreizehn Jahren und der Abschaffung der doppelten  Führungsspitzen 2007 wird nun der Aktionärspakt aufgelöst, der dem  französischen Staat, Daimler und Lagardère die Dominanz garantierte. An seine Stelle tritt eine leichtere Struktur mit 72 Prozent Streubesitz und den zwei großen Staatsaktionären Deutschland und Frankreich. 

Christian Schubert Folgen:      

EADS ist damit zwar noch keine normale Firma, wie der Konzern glauben machen will, denn die staatliche  Beteiligung steigt von 20 auf 28 Prozent. Doch der Einfluss der Regierungen ist deutlich beschränkt worden, und er hat nach den neuen Statuten auch gar nichts  mit der Höhe des Aktienbesitzes zu tun. Die Bundesregierung muss sich daher die Frage gefallen lassen, warum sie rund 3 Milliarden Euro an Steuergeldern für 12 Prozent des Kapitals ausgegeben hat. Bei geringeren Anteilen hätte sie nicht weniger Rechte.

Wählerpsychologie und Augenhöhe mit den Franzosen, um das  nationale Gesicht zu wahren, gaben hier den Ausschlag. Demgegenüber ist dem EADS-Konzern mehr nüchternes und wohlüberlegtes Vorgehen zu wünschen.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 28.03.2013, 09:36 Uhr

VW fehlen Antworten

Von Hendrik Ankenbrand

Was tun, wenn Pekings „Qualitätswächter“ künftig noch mehr Achsenbrüche monieren, wenn Pekings „Regulatoren“ noch stärker ausländische Konzerne maßregeln? Diesen Fragen muss VW sich stellen. Mehr 21 26

Umfrage

Sparen Sie angesichts der niedrigen Zinsen noch?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Deutschland sticht in See

Das „Traumschiff“ steuert in die Insolvenz: Es erwirtschaftet schlicht zu wenig Geld – obwohl das Interesse an Kreuzfahrten so groß ist wie nie zuvor, wie unsere Grafik des Tages zeigt. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden