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Konsumgüter Henkel trotzt der Krise mit einem Gewinnplus

 ·  Der Hersteller von Pritt und Persil reiht sich mit seinem Umsatz- und Gewinnplus unter den Branchenriesen ein, die zulegen können. Ein deutliches Plus kann Henkel in den Wachstumsregionen Asiens, Osteuropas und Lateinamerikas verbuchen.

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© dpa Vergrößern Klarer Gewinn: Der Hersteller von Pritt legt zu

Der Konsumgüterhersteller Henkel stemmt sich mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnplus gegen die konjunkturelle Abkühlung. Der Düsseldorfer Hersteller von Pritt und Persil reiht sich damit unter den Branchenriesen ein, die im dritten Quartal zulegen konnten. Henkel-Chef Kasper Rorsted warnt aber davor, dass die Unsicherheiten an den Märkten nicht vorbei seien.

„Obwohl das Marktumfeld im dritten Quartal 2012 schwieriger geworden ist, hat Henkel seine erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt“, bilanzierte Rorsted am Freitag in London. Für 2012 rechnet der dänische Manager fest damit, das Ziel einer bereinigten Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 14 Prozent zu erreichen. Im dritten Quartal konnte Rorsted hier einen Rekordwert von 14,7 Prozent vermelden.

Henkel hatte im Herbst 2008 angekündigt, bis 2012 eine bereinigte Umsatzrendite von 14 Prozent erreichen zu wollen - der Konzern arbeitete damals deutlich weniger profitabel als Wettbewerber wie etwa L’Oreal. Rorsted drückte die Kosten, setzte auf Innovationen und machte den Traditionskonzern effizienter. 2008 beschäftigte Henkel im Jahresdurchschnitt noch rund 55.000 Mitarbeiter, zum Ende des dritten Quartals 2012 waren es noch knapp 47.000 Menschen.

Von Juli bis September konnte Henkel nun Umsatz und Erträge in die Höhe schrauben. Bei einem um 6,6 Prozent auf 4,29 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz erhöhte sich das um einmalige Effekte und Restrukturierungsaufwendungen bereinigte operative Ergebnis um 16,7 Prozent auf 631 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn nach Anteilen Dritter von 397 (307) Millionen Euro.

Die Ergebnisse lagen im Rahmen der Erwartungen des Marktes. Analysten hatten im Mittel mit einem Umsatz von 4,3 Milliarden Euro und einem bereinigten Ebit von 622 Millionen Euro gerechnet. Den operativen Gewinn konnte Henkel vor allem im Waschmittel- und Klebstoffgeschäft deutlich steigern. Ein deutliches Umsatzplus konnte Henkel in den Wachstumsregionen Asiens, Osteuropas und Lateinamerikas verbuchen - hier kletterten die Erlöse um 10,1 Prozent auf 1,88 Milliarden Euro. Im von der Schuldenkrise gebeutelten Westeuropa stagnierte der Umsatz indes bei rund 1,4 Milliarden Euro.

Auch den Konkurrenten Procter & Gamble (P&G), Unilever und Colgate-Palmolive konnte die Krise bislang wenig anhaben. Weltmarktführer P&G hatte zuletzt einen unerwartet deutlichen Gewinnanstieg verbucht, der niederländisch-britische Rivale Unilever das „bislang beste Quartal des Jahres“ verzeichnet. Auch Colgate-Palmolive verbuchte einen höheren Gewinn. Die Henkel-Wettbewerber hatten ebenfalls auf die Kostenbremse getreten.

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