Home
http://www.faz.net/-gqi-75lm1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kommentar Zu viele Parteisoldaten

 ·  Politiker sollten sich in Aufsichtsräten von Betrieben, die der öffentlichen Hand gehören, rar machen. Das beste Beispiel dafür sind die Staatsbanken. Eine völlige Verbannung aus den Gremien ist aber auch nicht die Lösung.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (5)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Heinrich Franzen

Kritikfähigkeit, Widerspruchsgeist und Mut

sind Voraussetzungen für vielerlei, wenn dazu noch Sachkunde kommt, diese zu stützen, umso besser. Letztere kann man Erlernen und muß es wohl öfter aufs Neue tun, ob als Handwerker als Vorstand in unterschiedlichen Sektoren oder als Minister bei Ressortwechsel (Schröder, Stoltenberg, Schmidt, de Maiziere, um nur einige zu nennen. Die obengenannten Tugenden müssen jedoch verinnerlicht werden. Das gelingt nur durch Erziehung, Beispiel und Unterrricht. Religion, Philosophie, Ethik gehören deshalb als Pflichtfächer obenan in die Lehrpläne. Alles andere muß und kann erlernt werden. Charakter nicht mehr.

Empfehlen
Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 09.01.2013 16:43 Uhr

Nicht so pessimistisch, in China funktioniert das System sehr gut

wenn man sich denn China zum Vorbild nehmen will.

Empfehlen
Roland Müller

Lieber Herr Jahn,

die SPD zum Beispiel hat aus Ihrer derzeitigen Bundestagsfraktion alle Arbeiter, Angestellten und Unternehmer aus der freien Wirtschaft verbannt. Die Franktion besteht derzeit ausschließlich aus Soziologen, Sozialpädagogen und Beamten. Da werden Sie auf der Suche nach Kompetenz nicht einmal mit der Lupe fündig. Ihr Wort in Gottes Ohr, Herr Jahn. Aber ich fürchte, es geht auf der einen Seite schneller hinaus wie es auf der anderen Seite hinein gekommen ist. Ach ja, ähnlich kompetent wurde ja auch der Atomausstieg von Pfarrern, Philosophen und sonstigen Ethikern vorbereitet. Keine Ahnung von der Sache ist offenbar das alleinstellende Qualitätsmerkmal.

Empfehlen
Sven Weihusen

Aufsichtsrat

Um es klar zu sagen: Der Aufsichtsrat gibt die Richtung vor fahren tun andere. Man kann dem Aufsichtsrat vorwerfen keinen 2ten Kontroleur angestellt zu haben, aber das Chaos hat ein sehr renomiertes Architekturbüro angerichtet. Gleiches gilt für den Brandschutz. Wenn da abweichend von den Plänen gebaut wird, muß man das dem Aufseher und nicht dem Aufsichtsrat anlasten. Und das Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sitzen ist gut, denn leider wissen viele Geschäftsführungen gar nicht mehr was im Betrieb abläuft.
Bestes Beispiel in der eigenen Firma: Die "unbedeutenden" Arbeiter sagen: "Das funktioniert nicht", gebaut wurde es trotzdem und hat nicht funktioniert. Inzwischen wird zuviel auf die Theorie gehört und nicht auf die Erfahrung der Angestellten, die in vielen Bereichen Detailwissen haben, das jedem Planer fehlt. Man muß sie nur fragen und ihre Kritik ernst nehmen und die eigenen Pläne öfters kritisch hinterfragen.

Empfehlen
wolf haupricht

Der Staat als Unternehmer oder Aufseher ....?

Beides sind keine hoheitliche Aufgaben, sondern in der Wirtschaftsführung oder Bankenwesen von erfahrenen Fachleuten zu verantworten einschl. Haftung. Wie soll ein Parlamentarier im BT oder LT dieser Aufgabe gerecht werden, die ihm zufällig zugeschoben wird aus Parteienproporz etc?
Das beste Beispiel ist doch der Flughafen BER, der unter politischer Führung einen Fehler nach dem anderen produziert. Daher keine Aufsicht durch Parteisoldaten, sondern von Gremien und Fachleuten, deren Qualifikation im Vordergrund stehen muss.

Empfehlen

09.01.2013, 08:38 Uhr

Weitersagen
 

Gutes Geschäft

Von Johannes Pennekamp

Mit den Gaslieferungen an die Ukraine schwächt RWE den Druck, den Russland ausüben kann. Und wird - trotz einiger Restrisiken - Geld verdienen. Mehr 14 8


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --