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Kommentar : Trumps Kumpel

Donald Trump geriert sich als Retter von Jobs in der Autoindustrie. Auch Ford hat sich instrumentalisieren lassen. Doch jetzt holt die Realität den Autobauer ein.

          Wie Mark Fields das wohl Donald Trump erklären wird? Der Vorstandsvorsitzende des Autoherstellers Ford bereitet einen größeren Stellenabbau vor, der auch den amerikanischen Heimatmarkt treffen soll. Dabei geriert sich der Präsident seit Monaten als Retter von Arbeitsplätzen in der Autobranche und anderen Traditionsindustrien.

          Ford hat sich besonders oft von Trump instrumentalisieren lassen. Das Unternehmen wärmte alte Versprechen auf, in Amerika zu investieren und Stellen zu schaffen, und sah schweigend zu, wie sich Trump dafür selbst auf Twitter feierte. Es erlaubte dem Präsidenten, Luftnummern als Erfolge zu verkaufen und damit die Öffentlichkeit zu täuschen. Im Gegenzug durfte Fields bei wiederholten Besuchen im Weißen Haus dem Präsidenten kumpelhaft die Hand schütteln, und vielleicht kann er sich Hoffnung machen, nicht mehr so lautstark für Fords Autofertigung in Mexiko kritisiert zu werden.

          Es ist ein fadenscheiniger Pakt. Aber auch Ford kommt letztlich nicht an der Realität vorbei, und die ist im Moment wenig erfreulich. Das Geschäft in Amerika und auch anderswo läuft schlechter, deshalb werden nun Stellen gestrichen. Auch wenn es mit der Kumpanei zwischen Fields und Trump dann vielleicht erst einmal vorbei ist.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

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