15.11.2006 · Als Porsche vor gut einem Jahr mit knapp einem Fünftel des Kapitals bei Volkswagen einstieg, war viel von David und Goliath die Rede.
Von Susanne PreußAls Porsche vor gut einem Jahr mit knapp einem Fünftel des Kapitals bei Volkswagen einstieg, war viel von David und Goliath die Rede. David Porsche, der durch seine besonders große Flexibilität die höchsten Renditen aller Autohersteller erzielt, schickte sich an, dem Goliath Volkswagen die Feinde in Gestalt von Finanzinvestoren vom Hals zu halten.
Die Porsche-Anleger waren anfangs erschrocken. Sie verstanden dann aber rasch, daß Porsche-Chef Wendelin Wiedeking mit dem Einstieg bei VW nicht nur die Fertigungsbasis des Sportwagenherstellers absicherte, sondern daß Porsche bei dem verwahrlosten Wolfsburger Massenhersteller auch Renditen generieren könnte.
Auf dem Weg in eine andere Liga
Nun reift offenbar bei Porsche der Plan, noch weitere Milliarden in den Wolfsburger Konzern zu stecken. Zwar spricht bisher niemand offiziell über das Vorhaben, bei Volkswagen die Mehrheit zu übernehmen. Doch eine Kapitalerhöhung, die Porsche einen Spielraum von mehreren Milliarden Euro verschafft, kann wohl kaum für einen anderen Zweck vorbereitet werden.
Damit würde das Familienunternehmen Porsche, das viele immer noch liebevoll eine "Sportwagenschmiede" nennen, als handelte es sich um eine Manufaktur, in eine andere Liga katapultiert. Die Zeiten des David Porsche wären dann vorbei.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2476 | −0,10% |
| Rohöl Brent Crude | 106,32 $ | −0,50% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
Anonym bewerben? Ist das gut?