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Kommentar : Neue Flugträume

Die Concorde ist einst gescheitert. Doch heute darf man seinen Gedanken in der Luftfahrt wieder freien Lauf lassen. Gute Aussichten für die Kunden.

          Egal, wohin in der Welt, die Reise dauert maximal zwei Stunden: An eine solche Zukunft glaubt Dennis Muilenburg, der Vorstandsvorsitzende von Boeing. Die Luftfahrthersteller sind wieder ins Träumen geraten, wie auf dem Branchentreff von Le Bourget zu sehen sein wird. Der zivile Überschallflug endete in Form der Concorde zwar mit einem industriellen Vietnam, wie es einst ein französischer Politiker formulierte.

          Doch heute darf man den Gedanken wieder freien Lauf lassen. Warum auch nicht? Start-up-Unternehmen fliegen ins All, und Piloten gelten teilweise schon als die Kutschenfahrer von morgen, weil sie ihre Existenzberechtigung verlieren könnten. Die meisten Innovationen gehen inzwischen vom Zivilgeschäft aus und schwappen zum Militär hinüber – früher war es umgekehrt, wie Airbus-Chef Tom Enders jüngst betonte.

          Damit zeigt sich: Die Branche, deren Flugzeuge die meisten Einwohner der Schwellenländer bisher kaum genutzt haben, ist weiter in Schwung. Wie schnell, bequem, ökologisch und billig wir künftig reisen, entscheidet dabei der Wettbewerb. Durch neue Anbieter neben Airbus und Boeing wird er intensiver. Da sind gute Aussichten für die Kunden.

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