Schneller als gedacht hat die Politik einen Kandidaten hervorgezaubert, der dafür sorgen soll, dass am Berliner Flughafen BER doch noch alles gut wird. Nach der Absage des früheren Frankfurter Flughafenfachmanns Wilhelm Bender, der nicht mehr Chefberater werden wollte, taucht ein alter Bekannter auf: Hartmut Mehdorn, ein Jahrzehnt als Bahnchef unterwegs und bis vor kurzem bei Air Berlin.
Die Personalie lässt kaum einen kalt, denn viele Deutschen verbinden nach wie vor mit seinem Namen eine weniger wohlige Bahn. Nicht ohne Grund wünscht er sich „Vorschusslorbeeren“ für neue Taten. Die Personalie wirft aber auch ein Licht auf das begrenzte Reservoir an deutschsprachigen Managern, denen in Krisen eine erfolgreiche Hand zuzutrauen ist. Schließlich ist Mehdorn schon 70 Jahre alt.
Sein Alter bietet indes keinen Anlass, an seiner Eignung zu zweifeln. Spannend wird Mehdorns Zusammenarbeit mit Technik-Geschäftsführer Horst Amann, der inzwischen viel Kritik hinnehmen muss. Und spannend wird auch sein Umgang mit der Politik, der ihm früher so schwer fiel. Auch Mehdorn kann nicht zaubern. Aber er muss beweisen, dass er seine Sache besser macht als seine Vorgänger.
«Trio infernal« Heute: Die Aufsichtsratssitzung
Karl S. Walter (skeptiker01)
- 08.03.2013, 22:09 Uhr
Na dann wird ja alles gut ...
Eckbert Reinhardt (exkoelner)
- 08.03.2013, 19:10 Uhr
Die Verantwortlichen in Berlin müssen uns nicht mehr beweisen...
Bernd Buerschaper (B_Buerschaper)
- 08.03.2013, 17:03 Uhr
Nicht "sein Alter bietet einen Anlass, an seiner Eignung zu
zweifeln", sondern
Christian Wrobel (luke123)
- 08.03.2013, 16:50 Uhr
