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Kommentar : Endstation für Steve Ballmer

Die Machtverhältnisse in der Informationstechnologie haben sich verschoben. Steve Ballmers Rücktritt ist darum konsequent. Nur hätte er schon vor Jahren kommen sollen.

          Wenn es noch eines Beweises bedurft hatte, dass die Machtverhältnisse in der Informationstechnologie sich dramatisch verschoben haben, dann ist er jetzt da. Steve Ballmer gibt seinen Posten als Vorstandschef des Softwarekonzerns Microsoft auf. Erst vor wenigen Monaten hat der Halbleiterkonzern Intel einen neuen Vorstandschef bekommen. Der Computerhersteller Dell will in einem Verzweiflungsakt von der Börse flüchten, der Wettbewerber Hewlett-Packard präsentiert sich seit Jahren in desolater Verfassung.

          Die Giganten aus der Glanzzeit der Personalcomputer wanken. Sie alle haben es versäumt, auf die Umwälzungen des Marktes zu reagieren. Man kann Steve Ballmer nicht einmal vorwerfen, er habe den Ernst der Lage nicht erkannt. In jüngster Zeit schien eine neue Dringlichkeit bei Microsoft zu herrschen, und Ballmer hat versucht, den Rückstand von Microsoft in Wachstumsgebieten wie dem Geschäft mit Smartphones und Tabletcomputern wettzumachen.

          Aber ob es nun die radikale Überarbeitung des Betriebssystems Windows war oder der Tabletcomputer Surface: Ballmer blieb glücklos. Sein Rücktritt ist insofern konsequent. Nur hätte er schon vor Jahren kommen sollen.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

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          Quelle: F.A.Z.

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