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Kommentar : Die Biotech-Gegenwart

Die Biotechnologie ist zu Unrecht aus dem Blick der Öffentlichkeit geraten. Dabei hilft sie schon vielen Menschen. Eine Milliardenfusion zeigt: Es ist Zeit, die Branche neu zu entdecken.

          Die Biotechnologie ist zu Unrecht aus dem Blick der Öffentlichkeit geraten. Waren Biotech und Gentechnik nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms neben dem Internet die Zukunftsthemen schlechthin, geht es in der Debatte derzeit nur noch um das Internet und die Datenflut, nicht aber um das andere große Thema der Jahrtausendwende.

          Dabei wird übersehen, dass die Biotechnologie inzwischen zahlreiche Medikamente hervorgebracht hat, die Menschen im Alltag helfen. Davon konnten stets Aktionäre profitieren, so wie nun wohl die des kalifornischen Unternehmens Onyx, das von Amgen übernommen werden soll. Onyx ist kein Einzelfall: Allein seit August 2010 wurden 62 größere Biotechunternehmen übernommen. Der Durchschnittspreis erreichte 1,29 Milliarden Dollar, der Aufschlag auf den Wert vor Bekanntgabe der Käufe 55 Prozent.

          Die großen Biotechunternehmen sind etabliert, aber kaum jemand hat mitbekommen, dass Amgen im Juli 2011 der erste Biotech-Konzern wurde, der eine Dividende zahlt. Seither hat sich der Amgen-Börsenkurs verdoppelt. Es wird Zeit, Biotechnologie neu zu entdecken. Sie ist nicht mehr nur Zukunft, sondern Gegenwart.

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