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Kommentar Daimler tankt nach

 ·  Obwohl Daimler einräumen musste, dass trotz Rekordumsatz das Ergebnis gesunken ist, stieg der Aktienkurs kräftig. Ins Geld gehen Investitionen. Bis das alles wirkt, dauert es. Danach gibt es aber keine Ausrede mehr.

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Neudeutsch spricht man von „Erwartungsmanagement“. Der Begriff trifft zu, wenn Unternehmen mit sanften Andeutungen versuchen, die Öffentlichkeit und die Anleger auf Neuigkeiten vorzubereiten, damit sie nicht aus allen Wolken fallen, zum Beispiel, wenn die Rendite schrumpft. Daimler hatte in der Hinsicht in der Vergangenheit kein glückliches Händchen.

Quartal um Quartal rauschte der Aktienkurs in den Keller, sobald die aktuellen Zahlen veröffentlicht wurden, weil die Investoren sich mehr erhofft hatten. Nun war es einmal anders: Obwohl Daimler einräumen musste, dass trotz Rekordumsatz das Ergebnis gesunken ist, stieg der Aktienkurs kräftig. Offenbar wirkt Daimler-Chef Dieter Zetsche inzwischen glaubhafter in seinem Bemühen, bis 2020 die Rivalen BMW und Audi überholen zu wollen.

Erkennbar ist auch, dass nicht etwa der Misserfolg in China an allem schuld ist. Auch unglückliche Akquisitionen oder überhöhte Boni sind nicht das Problem. Ins Geld gehen Investitionen in neue Produkte, Technologien und Fabriken. Bis das alles wirkt, so Zetsches Botschaft, muss man noch einmal ein Übergangsjahr durchstehen. Für die Zeit danach gibt es aber gar keine Ausrede mehr.

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07.02.2013, 17:00 Uhr

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