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Kleinfeld-Nachfolge Reitzle gibt Siemens einen Korb

14.05.2007 ·  Linde-Chef Wolfgang Reitzle wurde in den vergangenen Wochen als Kandidat für den Chefposten bei Siemens gehandelt. Von allen genannten Kandidaten galt er als der aussichtsreichste. Jetzt hat er abgesagt.

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Linde-Chef Wolfgang Reitzle hat einem Wechsel an die Spitze von Siemens endgültig eine Absage erteilt. Er stehe nicht für eine Position außerhalb von Linde zur Verfügung, schrieb der Manager nach Angaben des Unternehmens in einem internen Brief an Führungskräfte. Ein Linde-Sprecher betätigte am Montag entsprechende Berichte der Online-Ausgaben von „Manager-Magazin“ und „Handelsblatt“.

Nach dem Bericht des „Manager-Magazins“ bezog sich Reitzle ausdrücklich auf die Medien-Spekulationen der vergangenen Wochen zu möglichen Kandidaten für die Position des Vorstandsvorsitzenden bei Siemens. Das Magazin zitierte Reitzle mit den Worten: „Heute möchte ich nochmals sehr klar betonen: Ich stehe nicht für eine Position außerhalb von Linde zur Verfügung. Mit anderen Worten: Ich werde der Vorstandsvorsitzende dieses erfolgreichen Unternehmens bleiben.“ Reitzle habe bereits eine Woche zuvor eine ähnliche E-Mail versandt. Dennoch war weiter über seinen Wechsel zu Siemens spekuliert worden. Das zweite Rundschreiben diene dazu, endgültige Klarheit zu schaffen, und „unsere Organisation vor Irritationen durch derartige Mediengerüchte zu bewahren“, schrieb Reitzle den Angaben zufolge.

Cromme unter Druck

Der bisherige Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld hatte im Streit mit dem Aufsichtsrat seinen Rückzug angekündigt. Aufsichtsratschef Gerhard Cromme ist inzwischen fieberhaft auf der Suche nach einem Nachfolger, der spätestens ab Oktober die Amtsgeschäfte Kleinfelds übernehmen soll. Zuletzt waren mehr als ein Dutzend Kandidaten im Gespräch. Vor einer Woche hatte es noch im Umfeld von Reitzle geheißen, der Linde-Chef sei hin- und hergerissen, den Chefposten bei Deutschlands größtem industriellen Arbeitgeber zu übernehmen.

Laut „Handelsblatt“ wächst unterdessen der Druck auf Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme, den Posten des scheidenden Konzernchefs Klaus Kleinfeld vorübergehend selbst zu übernehmen. „Wenn es kurzfristig keine Alternative gibt, dann wäre das die am wenigsten schädliche Variante“, wurde ein ungenannter Siemens-Aufsichtsrat zitiert.

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