Home
http://www.faz.net/-gqi-75265
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Klagen, Vorwürfe, Vergleiche Die vielen Verstrickungen der Deutschen Bank

Das größte deutsche Geldhaus hat es gerade schwer: Ermittlungen gegen Vorstandschef Fitschen, die Niederlage im Kirch-Prozess. Doch die Bank ist das gewohnt. Oft hat sie in den vergangenen Jahren Strafen gezahlt und Prozesse geführt.

© dapd Vergrößern Diese Woche durchsuchte die Polizei die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt.

Die Niederlage im Kirch-Prozess ist nur das i-Tüpfelchen in einem wahren Klage-Vergleich-Vorwurfs-Reigen, den Deutschlands bedeutendste Bank seit Jahren erlebt. Alleine seit Beginn des vergangenen Jahres ist die Liste der Verstrickungen der Bank lang. Mal sind es andere Banken, mal die Justiz, mal Aufsichtsbehörden, mal Stadtwerke, mit denen sich die Deutsche Bank vor Gericht auseinandersetzt oder schon vorher vergleicht.

Zahlungen von hundert Millionen Dollar und mehr sind nicht selten. Dabei reichen die einzelnen Fälle mitunter bis in die Zeit weit vor der Finanzkrise zurück. Der Rechtsstreit rund um den verstorbenen Leo Kirch datiert zum Beispiel bis ins Jahr 2002.

„Es gibt kein Geschäft, dass es wert ist, den eigenen Ruf zu ruinieren“

Stichworte sind neben Kirch Ramschhypotheken in den Vereinigten Staaten , Rückkaufforderungen für Immobilienkredite, US-Kommunalanleihen, Hybridanleihen, der Libor-Skandal, Zins-Swaps oder Vorwürfe der Steuerhinterziehung beim Handel mit Emissionszertifikaten.

„Es gibt kein Geschäft, das es wert ist, den eigenen Ruf zu ruinieren“, sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann im Jahr 2007.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET/F.A.Z.-Archiv

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Raubkunst Bei Verdacht wird intensiv nach den Erben gesucht

Erleichterung in den Berliner Museen über eine gute Nachricht: 450 Werke der Klassischen Moderne wurden von Provenienzforschern geprüft. 85 Prozent gehören nicht zur Raubkunst der Nationalsozialisten. Mehr

12.07.2014, 09:42 Uhr | Feuilleton
Gemeinsamer Ausschuss Deutsche Wirtschaft umgarnt Chinas Parteikader

Noch immer sind es die riesengroßen Staatskonglomerate, die in China die Wirtschaft lenken. Viele Mitglieder des deutsch-chinesischen Wirtschaftsausschuss gehören der Kommunistischen Partei an. Mehr

12.07.2014, 09:52 Uhr | Wirtschaft
NSU-Prozess Wie in einer Ehekrise

Beate Zschäpe hat sich ihre Verteidiger selbst ausgesucht. Die Gründe für die Entpflichtung ihrer Anwälte müssen also umso schwerwiegender sein. Hat sie Erfolg, sind die 128 Prozesstage umsonst gewesen. Mehr

18.07.2014, 08:41 Uhr | Politik

Eigennützige Rüge für die Deutsche Bank

Von Markus Frühauf

Der amerikanische Steuerzahler hat nicht vergessen, dass er infolge der Finanzkrise 8,5 Milliarden Dollar an die Deutsche Bank zahlte. Droht nun eine ähnlich hohe Strafe für das Geldhaus? Mehr 3 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Wirtschaft in Zahlen Israel auf Importe angewiesen

Israels Industrie gilt als hoch entwickelt. Das Land exportiert Medikamente, Software und andere Hochtechnologie. Dennoch überwiegen im Außenhandel noch immer die Importe. Mehr