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Kernkraftwerk Krümmel Vattenfall gesteht Fehler ein

 ·  Der Energiekonzern Vattenfall hat drei Tage nach der Panne im Kernkraftwerk Krümmel Versäumnisse eingestanden und personelle Konsequenzen gezogen. Das Kraftwerk soll erst in Monaten wieder ans Netz gehen. Der jüngste Vorfall erregt die Politik und könnte bald die Justiz beschäftigen.

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Peter Walter

Vattenfall kann es nicht

Nach dem vorletzten Störfall wurden zusätzliche Auflagen gemacht und von Vattenfall akzeptiert. Vattenfall hat neue Zusagen gemacht. Alles für die Katz! Die Firma kann es nicht oder will es nicht! Der Staat muß gegenüber dieser Firma Konsequenzen zeigen und der Firma Vattenfall die Berechtigung ein KKW zu betreiben entziehen. Jede weitere Nachsicht mit dieser Firma ist ein unverzeilicher Fehler.

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Thomas Wenzel

Herr Schulz

sie reden nur von menschlichen Einwirken. Die Menschen dachten auch einmal sie hätten ein unsinkbares Schiff gebaut. Es ist auf der Jungfernfahrt gesunken!!!
Die Natur hat eine ganze Stadt vernichtet/Überschwemmt (New Orleans) und das im 21.Jhd. FAKT ist in einem AKW befinden sich Materialen die absolut Lebensgefährlich sind und zwar für Jahrhunderttausende. Wollen sie mir erzählen es gibt Nichts was diese Materialen der freien Natur aussetzen kann? Wir sind Menschen mit Scheuklappen, wir sehen die probleme die wir kennen und lösen sie. Aber wir können probleme erst lösen wenn wir sie kennen? Daher die Frage was kennen wir noch nicht??? Ein 30 Jahre alter Reaktor soll gegen was gesichert sein? Die 1% der Sachen die wir kennen? Wir wissen zu wenig und spielen dafür mit zu gefährlichen Dingen herum. Vor allem es gibt ungefährlichere Alternativen - kurzfristig, mittelfristig und langfristig. Das 3l Auto wird nie kommen wenn der Spritpreis bei 20ct/l liegt und andere Energiequellen werden nicht genutzt so lange der Druck auf die Energieversorger nicht größer wird. Wenn wir eins gelernt haben ist, dass wir zu wenig gelernt haben und das uns Mutter Natur immer einen Schritt vorraus ist und immer wieder Überraschungen bereit hält.

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thomas schulz

@H. Wenzel: Man kann eine Schnellabschaltung nicht verhindern,

die vom automatischen Überwachungssystem ausgelöst wurde. Wenn es durch seine mechanischen Sensoren, die parallel und unabhängig zu den üblichen Steuersytemen der Anlage existieren und ohne Strom funktionieren, feststellt, das die Messergebnisse die Bedingungen für eine Abschaltung erfüllen, unterbricht es die Stromzufuhr zum Elektromagnet, der die Steuerstäbe über den Brennelamenten arrettiert. Sobald er entmagnetisiert ist, fallen alle Steuerstäbe aufgrund der Schwerkraft in den Kern und verhindern so jede weitere Kernspaltung. Weder eine psychotisch gewordene Bedienmannschaft, noch einzelne eingeschleuste Terrorristen können mehr Schäden im sensiblen Reaktorbereich anrichten, als mutwillig per Hand oder durch bewußte Fehlbedienung Schnellabschaltungen zu provozieren, eine einmal angelaufene Schnellabschaltung läßt sich nicht mehr verhindern (eine der Hauptgründe des üblichen Stresspegels von Reaktorfahrern, da ein Hochfahren des Reaktors Tage in Anspruch nimmt). Schäden am Reaktor verursachen und dann die (automatisch) ausgelöste Schnellabschaltung verhindern, ist unmöglich. Ihre Bedenken hinsichtlich des Atommülls sind durchaus ernst zu nehmen, ist aber nicht das Thema dieses Artikels.

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Thomas Wenzel

Herr Schulz

Natürlich hat bei Krümmel die automatische Abschaltung funktioniert. Das diese Form der Probleme überall auftreten können ist auch klar. Aber die Auswirkungen wenn so eine Abschaltung mal nicht funktioniert...oder unterbezahlte Techniker von diversen Gruppen Geld bekommen oder einfach ein Unglück passiert ist bei einem KKW wesentlich höher als bei einem Kohlekraftwerk. Schadensbegrenzung im Ernstfall heisst hier die Devise. Mal abgesehen davon weiss Vattenfall noch nicht wie sie den Atommüll die kommenden 300.000 Jahre ich wiederhole mal 300.000 Jahre aufheben soll. Es gibt absolut Nichts auf diesen Planeten was eine derartig lange Zeitspanne sicher (zu 100% sicher) überdauern kann. Die heutigen Behälter sind für ca. 30-50 Jahre ausgelegt, werden in Salzstöcke eingelegt, wobei nicht geklärt ist ob diese dicht genug sind. Ein kleines Beben reicht da schon. Oder es regnet mal ein wenig mehr über Jahre hinweg und das Ding sack in sich zusammen. oder der Inhalt undichter Behälter werden durch eindringendes Regenwasser ins Grundwasser gespühlt. Wollen sie ihre Kinder auf einem solchen Salzstock spielen lassen? Oder ind eren Nähe leben ohne zu wissen ob da drin ein Behälter undicht wurde? Und ihre Kinder trinken diese Brühe? Viel SPAß!!

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Paul Rabe

@Herrn Henig Welche Energie steckt in einem A380 ?

1.)Die Aufprallfläche eines Passagierflugzeugs von 1973 unterscheidet sich nur geringfügig von der Aufprallfläche eines A380. Das ist leicht verständlich wenn man sich überlegt, daß diese Fläche aus aerodynamischen Gründen so klein wie möglich gehalten wird um bei Flugzeugen den Verbrauch zu optimieren. Der entscheidende Unterschied ist aber die Aufprallenergie welche von der Schutzhülle des KKW innerhalb von Millisekunden absorbiert werden muss ohne, daß die Hülle dabei zusammenbricht. Diese Energie ist Proportional zum Gewicht des Flugzeuges (und wächst quadratisch mit dessen Geschwindigkeit). Ein A380 wiegt aber ein vielfaches von den Flugzeugen der 70er, die Schuzuhüllen hätten deswegen auch deutlich verbreitert werden müssen. Seit dem 11. September wissen wir, daß Flugzeuge durchaus in Gebäude fliegen können...Ein Anschlag mit militärischen Mitteln ist auch nicht auszuschließen, nicht die Grünen sondern das CDU geführte Innenministerium, welches einer Anti-KKW Propaganda unverdächtig ist, haben davor schon gewarnt.

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thomas schulz

@H. Rabe: Mit viel Geld ließe sich auch so etwas vermeiden

Gegen gezielte Angriffe könnte man Neukontruktionen, ähnlich wie gehärtete Raketensilos für ICBMs unter die Erde verlegen und bestehende KKW mit ECM und Abwehrbatterien aus dem militärischen Bereich ausstatten. Da man für solche Bedrohungen aber schon militärische Kräfte besitzt, ist, außer vielleicht den Israelis, bisher niemand auf den Gedanken gekommen, noch einmal drauf zu satteln. Daß ein Großraumflugzeug wegen eines technischem Defekts in ein KKW stürzt, ist unwahrscheinlich, da es um jedes KKW eine ausgedehnte Flugverbotszone gibt. Mein vorheriger Beitrag richtete sich gegen die stereotyp, anscheinend nicht auszumerzende, meist aus propagandistischen Motiven vorgetragene Äußerungen, daß ein Vorfall, wie der in Tschernobyl, auch hier möglich wäre. Dieser Personenkreis argumentiert wie einst Einstein, der eine These aufstellte und sich erst dann daran machte, ihre Gültigkeit zu beweisen. Jedesmal, wenn eine ihrer Behauptungen wiederlegt worden ist, denken sie sich etwas neues aus, warum KKW eine Gefahr darstellen oder bedienen sich überholten Uraltthesen aus der Mottenkiste.

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Alfons Crocusé
Alfons Crocusé (ALCR) - 08.07.2009 02:47 Uhr

Bein fachlich versierten Isolationsmessungen im Transformator...

Hätten die Probleme sehr wohl erkannt werden können. Fehlströme und sinkende Isolationsfestigkeit, sind ein Gradmesser hierfür! In ölgekühlten Transormatoren geht was blitzschnell vor sich?
Ihr Beitrag:
Muss anstrengend sein, einen Popanz aufzubauen!
Michael Menzel (Galenos)
Jetzt ziehen sie sich an einem Sensor zur Teilentladungsmessung hoch. Ob einen drohenden Kurzschluss des zweiten Trafos tatsächlich angezeigt hätte, ist höchst fraglich. Ein Versagen der Isolation geht bei diesen unvorstellbaren Strömen und Spannungen aller Erfahrung nach im wahrsten Sinn des Wortes blitzartig vor sich. Ja, es gibt die Fälle wo eine oder mehrere kleine Funkenstrecken Teilentladungen im Zeitlupentempo möglicherweise innerhalb von Stunden, Tagen oder Wochen vor sich hinschmorend zunehmend verursachen. Aber das ist unmöglich vorherzusagen, ob und wie so ein Ablauf stattfinden würde.

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Günter Henig

@Herr Rabe: Si tacuisses…

1.) Zum Thema „Bumm“:
„Das Containment eines KKW“: Meinen sie das vergleichsweise kompakte Containment eines SWR oder die komplette Kuppel eines DWR-Kraftwerkes? Da diese nicht miteinander vergleichbar sind, können sie auch nicht gemeinsam abgehandelt werden.
„Lastannahmen von 1973“: Die Bauzeit der heutigen KKWs ging bis Anfang der 80-er Jahre, während der Bauzeit wurden für jedes KKW mehrfach Teilerrichtungsgenehmigungen erstellt, die u.A. die Umsetzung der jeweils neuesten Erkenntnisse zur Sicherheit zur Voraussetzung hatten.
Großraumflugzeuge: Natürlich kann man 1980 nicht die Daten eines erst im 21. JH gebauten Flugzeuges zugrunde legen. Aber: Je größer das angenommene Flugzeug war, desto unproblematischer gestaltete sich der Aufprall, da die Flächenpressung immer geringer wurde.
Das Kriegsszenario – meinen Sie das ernst?
2.) Und dann noch der Satz im Beitrag über Versorgungssicherheit:
“Nicht-AKWs haben solche Probleme nicht, denn dort gibt es keinen gesetzlichen Grund ein Kraftwerk aus Vorsicht abzuschalten, die unterliegen nicht den strengen Vorgaben des Atomgesetzes.“
Lesen reicht. Nachdenken darüber tut weh, wenn man bedenkt, dass dies ein Argument gegen KKWs sein soll.

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Horst Trummler

Gabriel auf Wahlkampftour in der Ukraine

Ich befuerchte das Herr Gabriel von seiner Entourage begleitet in die Ukraine reisen wird um dort wahlkampfwirksam ein Photo neben dem einstigen Ungluecksreaktor schiessen zu lassen. Vielleicht werden sie auch ein krebskrankes Kind praeparieren (mit Tschernobyl hat dies nichts mehr zu tun)das er medienwirksam im Krankenhaus besuchen kann. Die Medien werden ihn genauso wohlwollend wie bei seiner Kruemmel Atomkatastrophe begleiten.
Was Herr Gabriel nicht sehen wird, was ihn wohl auch nicht interessiert, ist das die Ukraine den Atomunfall Tschernobyl besser verarbeitet hat, als Deutschland die Atomkatastrophe Tschernobyl. In den Nachfolgestaaten des Ostblocks werden die Energiefragen ziemlich pragmatisch behandelt. Die Bevoelkerungen dieser Staaten stehen der umweltfreundlichen Kernenergie in der Regel sehr aufgeschlossen gegenueber.
Herr Gabriel sollte sich besser die Baustellen der neuen KKW ansehen.
Vandale

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Alfons Crocusé
Alfons Crocusé (ALCR) - 07.07.2009 21:21 Uhr

Tatsache ist...

es kommt zu regelmäßigen Störfällen (ob groß oder klein).
Ergo: Ein reibungsloser und somit sicherer Betrieb ist ist gegewärtig nicht gewährleistet. AKW's mit Störfall-Häufungen, müssen gemaß statistischen Erkenntnissen besser dauerhaft abgeschaltet werden, wenn der Trend sich über einen definierten Zeitraum nicht bessern will. Entweder die verwendete Technik, oder das Material, oder aber das Personal, sind nicht geeignet für sensible AKW's!

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Paul Rabe

@Herrn Schulz das "Bumm" kann viele Ursachen haben...

Herr Schulz, das "Bumm" kann viele Ursachen haben. Denken Sie nur einmal an den Aufprall eines A380 auf das Containment eines KKW. Was da wirklich passiert weis heute keiner. Ausgelegt sind Kernkraftwerke dafür bestimmt nicht, denn solche Großraumflugzeuge gab es zu der Zeit als man die deutschen KKWs plante noch gar nicht (Die heute noch gültigen Lastannahmen stammen von etwa 1973) Es gab auch keine Bunkerbrechenden Waffen von dem Typ des "Bunker Busters" welche im Golfkrieg eingesetzt wurden. Solche Waffen durchbrechen 6m dicke Betonwände, ihr Aufbau ist im Prinzip bekannt und könnte von technisch versierten Leuten kopiert werden. Selbst moderne Kraftwerke haben kaum 2m Schutzwanddicke...

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Paul Rabe

@Herrn Wolf Versorgungssicherheit ? Das Kraftwerk fällt "mehrere Monate" aus !

Herr Wolf, das Kraftwerk fällt mehrere Monate aus ! Das ist nicht grade ein Zeichen für Versorgungssicherheit, oder ? Diesmal war es "nur" ein Trafo. Aber was würde denn passieren, wenn wir jetzt noch 20 weitere Kraftwerke vom Typ 'Krümmel' hätten und beim nächsten mal ein anderes, womöglich für die Sicherheit wichtigeres Bauteil, einen Schaden hat ? Durch die redundante Auslegung wäre auch dann die Gefahr klein, keine Frage. Aber trotzdem müsste man dann alle "Krümmels" solange vom Netz nehmen solange solch ein Schaden nicht lückenlos aufgeklärt und behoben ist. Was das für die Versorgungssicherheit bedeutet kann man sich denken, da würde in Deutschland dann das Licht ausgehen. Nicht-AKWs haben solche Probleme nicht, denn dort gibt es keinen gesetzlichen Grund ein Kraftwerk aus Vorsicht abzuschalten, die unterliegen nicht den strengen Vorgaben des Atomgesetzes.

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thomas schulz

Es kann keinen "Bumm" geben

Wann werden KKW-Gegner endlich akzeptieren, daß konstruktionsbedingt westliche Reaktoren nicht explodieren können, solange sie nicht zur Atomwaffenproduktion gebaut wurden ? Wenn diese, aus welchen Gründen auch immer, Ihr borversetztes, moderierendes Kühlwasser verlieren, würde die Kernreaktion im selben Augenblick aufhören, da die freien Neutronen, die die Kernspaltung in Gang halten, sich wegen ihrer dann viel zu hohen Geschwindigkeit ohne jegliche Wirkung im Reaktor bewegen würden, bis sie irgendwann auf die Reaktorwand auftreffen und absorbiert werden. Dieser Blödsinn mit dem "Bumm" wird schon seit über 20 Jahren von verbohrten Fundies in der grünen Bewegung und insbesondere von Greenpeace verbreitet. Es gab hier vor ca. 3 Jahren eine lebhafte, informative, hart aber fair geführte Diskussion über Chancen und Gefahren der Technologie und es ist bedauerlich, daß man sich zum wiederholten Mal mit Halbwissen und bewußt gestreuten Falschinformation in den Medien auseinander setzen muß.

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Günter Henig

Wasser auf die Wahlkampfmühle

Das KKK (Kernkraftwerk Krümmel – unter dem Namen wurde es gebaut, und zumindest die FAZ benennt es korrekt) hat einen Maschinentransformator – wie jedes andere Kraftwerk auch. In dem gab es einen Kurzschluß – das kann in jedem anderen Kraftwerk auch passieren. Und wenn der Trafo keine Energie mehr abnehmen kann, dann muss eine intelligente Steuerung die Turbine davor und entsprechend auch die Brennstoffzufuhr (Gas, Öl, Kohle, oder eben Kernkraft) abschalten.
Genau das ist bestimmungsgemäß geschehen.
Wäre das Kraftwerk ein konventionelles oder eines mit regenerativer Energie, so hätte wohl kaum jemand von diesem Störfall Kenntnis genommen. So aber hat Herr Gabriel nichts Eiligeres zu tun, als gleich sein Steckenpferd – die Stilllegung – zu reiten. Und Tschernobyl wieder ins Gespräch zu bringen.
Weiß Herr Gabriel (und manche Schreiber hier) eigentlich, dass der Reaktortyp in Tschernobyl nichts mit dem Siedewasserreaktor in Krümmel oder dem – in Deutschland am weitesten verbreiteten – Typ Druckwasserreaktor zu tun hat? Und kennen die Zweifler an der Zuverlässigkeit unserer Kernkraftwerke die Barrieren, die eingebaut wurden, um einen ernst zu nehmenden Unfall zu vermeiden? Falls ja: dann ist die Panikmache umso unverzeihlicher.

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 07.07.2009 19:56 Uhr

Neues von Günther Oettinger ...

Vor etwas mehr als einem Jahr bescheinigte Günther Oettinger dem früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger, dass dieser trotz seiner Todesurteile nur wenige Wochen vor dem Zusammenbruch des Dritten Reich kein Nationalsozialist gewesen sei. Dann brachte er es in der größten Wirtschaftskrise nach dem 2. Weltkrieg fertig, Steuererhöhungen zu fordern. Steuern, die natürlich der kleine Mann aufzubringen hätte. Und nun hält der gute Mann die ältesten deutschen Atomkraftwerke, die wegen ihrer Pannenhäufigkeit eine Schlagzeile nach der anderen liefern, für "sehr sicher" und will überdies nach einem schwarz-gelben Wahlsieg die unbegrenzte Laufzeit für Atommeiler durchsetzen. Schön wäre es, wenn er sich einmal einliefern lassen würde!

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Detlef Wolf
Detlef Wolf (dewo) - 07.07.2009 18:47 Uhr

Reaktorsicherheitstraining in Tchernobyl

Es würde mich mal interessieren, welche neuen Erkenntnisse unser in kerntechnischen Fragen ohnehin schon ausserordentlich kenntnisreicher Bundesumweltminister sich von einem Besuch in der Ukraine verspricht (ausser der, dass man in Kiev sehr gut essen gehen kann)? - Neue Erkenntnisse bezüglich der Sicherheit von Kernkraftwerksanlagen kann er dort jedenfalls nicht gewinnen. Ein Reaktor wie der in Tchernobyl hochgegangene ist in Deutschland gar nicht in Betrieb, und zudem waren im Vorfeld des Unfalls mit dem dortigen Kraftwerk vom Bedienpersonal wichtige Sicherheitseinrichtungen abgeschaltet, Betriebsbedingungen unzulässig verändert und gefährliche Betriebszustände bewusst hergestellt worden, um mit dem Kraftwerk einen Test durchführen zu können.
Merke also: Den Reaktortyp gibt's bei uns nicht, die Sicherheitseinrichtungen waren ungenügend und teilweise ausser Betrieb und der Betriebszustand entsprach nicht dem Normalfall. Alles also Dinge, wie sie beim Betrieb eines heimischen Kernkraftwerks nicht vorkommen.
Und was will der Kerl nun dort lernen???

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Horst Henn
Horst Henn (glufa) - 07.07.2009 18:32 Uhr

Sag mir wo die Fachleute sind - wo sind sie geblieben?

Es sollte jedem klar sein, dass einer Technologie, die seit Jahren angezweifelt wird und in der praktisch keine Weiterentwicklung erfolgt, über die Jahre die Fachleute ausgehen. Die Ingenieure, die noch aktiv am Bau mitgewirkt haben, gehen langsam in die Rente und sind häufig auch nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. Die neuen Experten, wie sie zum Beispiel beim Obermeiler Gabriel angesiedelt sind, haben selbst aber keine Erfahrung im Bau und Betrieb von Atomkraftwagen - sicher sind sie aber alle zertifiziert. Herrn Gabriel würde man in einer industriellen Anlage wohl nicht einmal einen Wasserhahn zur Kontrolle anvertrauen! Die Kanzlerin ist überzeugt, dass alle Anlagen von geeigneten Fachkräften entwickelt und gewartet werden. Aber das glaubt sie auch von der Regierungsmannschaft! Ein neuer Einstieg in die Atomtechnik in Deutschland wird am Mangel an Ingenieuren und Kühlwasser scheitern.

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Alfons Crocusé
Alfons Crocusé (ALCR) - 07.07.2009 18:30 Uhr

Nun, man muss erst die Fakten aufzählen und diskutieren...

damit die "Profis" einsehen, dass da was schief läuft im Staate...
Das pure Gewinntrachten, birgt immer Schaden für den Menschen, nicht erst seit es AKW's wie Krümmel gibt.
Die Entscheidung in Sachen Personalie war überfällig! Da hat man am falschen Ort gespart, jetzt wurde endlich die richtige Entscheidung getroffen, beide Transformatoren werden gegen "neue" ersetzt. Was soll denn dieser Sparwahn, ein Tag kostet mind. 1 Mio EURO Gewinnausfall und ein Trafo ca. 8 Mio. zack zack Qualität aufstellen und alle möglichen Fehlerquellen entsorgen, Damit endlich Vattenfall-Krümmel-Qualitätsstrom aus dem fragwürdigen AKW fließt ... ach so die neue Sprachschöpfung ist ja "Stromspannung" -...-

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Detlef Wolf
Detlef Wolf (dewo) - 07.07.2009 18:17 Uhr

Aha, Atomkraft gefährdet also die Energieversorgung

Das glaubt Herr Rabe also aufgrund eines kaputtgegangenen Trafos behaupten zu müssen. Weiterhin mutmasst er, dass es noch weitere Kraftwerke mit demselben Problem gibt. Ich ergänze, dass es mit ziemlicher Sicherheit Kraftwerke aller möglichen Betriebsweisen mit demselben Problem gibt, nämlich dem, dass hin und wieder ein Trafo kaputtgeht und die deshalb abgeschaltet werden müssen. Die Forderung jedoch, diese Kraftwerke dann so lange stillzulegen bis der Grund für das Ausfallen eines solchen Trafos gefunden ist, die ist schlichweg hirnrissig. In realiter tauscht man den kaputten Trafo aus, fährt das Kraftwerk wieder hoch, und gut is. Warum das Ding dann kaputtging, darüber wird man sich später Gedanken machen. Und warum das bei einem Kernkraftwerk anders sein soll als bei einem Kohlekraftwerk oder meinetwegen auch bei einer Elektrolokomotive der Bahn, erschliesst sich mir nicht.

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zx10 (zx10) - 07.07.2009 18:14 Uhr

Hm?!

Mir verbleibt der Eindruck, daß die Verantwortlichen des Kraftwerkes/Konzerns wohl ähnlich agieren wir Politiker. Die Außenwirkung ist wichtiger als eine reibungslos arbeitende Technik (die nun einmal Geld kostet). Doch leider scheinen sie auf Dauer weder das eine noch das andere zu beherrschen. Ich vermute auch einen kaufmännischen Druck. Gewiß nicht selten verlangen Kaufleute vom Techniker, daß er die Anlagen ganz billig mit der möglichst höchsten Rendite (für den Kaufmann wegen der Boni wichtig ;-) ) fährt. Sicherheit spielt dann nur im Prospekt eine Rolle. Auf Dauer wird man damit der Atomenerige eine Bärendienst erweisen. Leider.

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