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„Keine zweistelligen Wachstumsraten mehr“ Auftragseinbruch im Maschinenbau

02.07.2008 ·  Der deutsche Maschinenbau ist in der letzten Zeit erfolgsverwöhnt gewesen. Doch jetzt ist auf einmal der Auftragseingang überraschend deutlich eingebrochen. Inlands- und Auslandsgeschäft fielen im Mai jeweils um zwölf Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau mitteilte.

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Der Auftragseingang im erfolgsverwöhnten deutschen Maschinenbau ist im Mai 2008 um zwölf Prozent eingebrochen. Inlands- und Auslandsgeschäft fielen jeweils um zwölf Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

„Nach der Auftragsflut im April, die das schwache März-Ergebnis mehr als ausgeglichen hatte, schließt sich mit den neuesten Werten für den Mai wieder ein schwacher Monat an. Diesmal gab es weder Verzerrungen durch eine unterschiedliche Zahl von Arbeitstagen noch durch Großanlagengeschäft“, erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Von Januar bis Mai übertreffe der Ordereingang das ohnehin schon hohe Vorjahresniveau aber immer noch um sechs Prozent.

„Die konjunkturelle Sonderphase ist vorbei“

Das Wachstumstempo im deutschen Maschinen- und Anlagenbau wird sich nach Meinung des VDMA-Konjunkturexperten Olaf Wortmann in diesem Jahr insgesamt verlangsamen. „Wir werden keine zweistelligen Wachstumsraten mehr haben“, sagte Wortmann am Mittwoch der Nachrichtenagentur DPA-AFX. „Die konjunkturelle Sonderphase ist vorbei.“

„Wir werden uns wieder daran gewöhnen müssen, dass auch mal ein Minuswert dabei ist“, sagte Wortmann. Das sei in der Vergangenheit vollkommen normal gewesen. „Wir haben das nur in dieser Boomphase gerne verdrängt.“ Wortmann begründete das Auftragsminus im Mai mit der Abschwächung der Weltwirtschaft. „Es ist ein Tempowechsel.“ Zweifel daran, dass die deutschen Maschinenbauer ihr ausgegebenes Ziel eines Produktionszuwachses von fünf Prozent in diesem Jahr erreichen werden, hat er jedoch keine: „Das haben wir schon so gut wie sicher.“

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