06.06.2010 · Am Montag fällt der Hammer: Die Gläubiger von Karstadt entscheiden, wem die 120 Jahre ale Kaufhauskette künftig gehören soll. Vier Bieter buhlen um den Zuschlag. Entscheidend ist nicht der Kaufpreis. Auch das Gesamtkonzept muss die Gläubiger überzeugen.
Von Melanie AmannIm Poker um die Zukunft von Karstadt steht die Woche der Entscheidung bevor. Für die 25.000 Beschäftigten des insolventen Warenhausbetreibers hat das lange Warten dann endlich ein Ende. Es kann aber auch ein Ende mit Schrecken werden: Falls in den kommenden Tagen kein Investor den Zuschlag für die Warenhauskette erhält, droht die Zerschlagung.
Am 10. Juni soll das Essener Amtsgericht den Karstadt- Insolvenzplan besiegeln. Doch bis dahin muss eine wesentliche Hürde genommen werden: Nur wenn ein Investor bis spätestens einen Tag vorher den Kaufvertrag für das Unternehmen mit bundesweit 120 Warenhäusern unterschreibt, sind die Bedingungen erfüllt.
Am Montag soll der Karstadt-Gläubigerausschuss seine Wahl unter den vier angetretenen Investoren treffen. Beobachter rechnen damit, dass noch im letzten Moment Änderungen an den Angeboten vorgenommen werden könnten.
Bis zur letzten Minute ist alles offen. In der rechten Spalte finden Sie die Steckbriefe der vier Interessenten.
Melanie Amann Jahrgang 1978, Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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