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K+S-Aktienkurs steigt : Düngemittelunternehmer in Weißrussland verhaftet

  • Aktualisiert am

Vladislav Baumgertner Bild: REUTERS

Gerade erst hat der Chef von Uralkali mehr Angebot und sinkende Preise angekündigt - und der Aktienkurs von K+S halbierte sich. Nun ist er offenbar verhaftet worden wegen Amtsmissbrauch.

          Doch kein Preiskampf auf dem Düngemittelmarkt? Berichte über eine Festnahme des Uralkali -Chefs Vladislaw Baumgertner in Weisrussland haben jedenfalls den Aktienkurs des Kali-Produzenten weiter sinken lassen - und zugleich verteuerten sich die Anteile am deutschen Hersteller K+S stärker als alle anderen im Standardwerteindex Dax notierten Werte.

          Einer russischen Nachrichtenagentur zufolge wird Baumgertner des Amtsmissbrauchs verdächtigt. Uralkali wollte zunächst keinen Kommentar abgeben. Ende Juli hatte der Konzern das langjährige Exportbündnis BPC mit dem weißrussischen Bergbau-Konzern Belaruskali aufgekündigt und damit Schockwellen in der Branche ausgelöst, die nun einen harten Preiskampf befürchtet. Von Uralkali verlautete damals, ein höheres Kali-Angebot und ein fallender Kali-Preis würden erwartet.

          Daraufhin bracht der Aktienkurs des deutschen Wettbewerbers K+S regelrecht ein. Die Anteile verbilligten sich vorübergehend um mehr als 40 Prozent. An diesem Montag stieg ihr Kurs um beinahe 4 Prozent.

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