http://www.faz.net/-gqe-90f3y

„Jobs, Jobs, Jobs“ : Toyota und Mazda planen gemeinsame Fabrik in Amerika

Der Toyota Prius gilt als Vorzeigemodell der Plugin-Hybrid-Fahrzeuge. Bild: EPA

Toyota Motor plant offenbar, sich mit 5 Prozent an Mazda Motor zu beteiligen. Gemeinsam wollen sie 300.000 Autos in den Vereinigten Staaten produzieren. Das dürfte dem amerikanischen Präsidenten in die Hände spielen.

          „Es ist eine Verlobung, keine Hochzeit.“ Mit diesen Worten kommentierte Toyotas Präsident Akio Toyoda 2015 die damalige Ankündigung, dass die beiden japanischen Autobauer Toyota Motor und Mazda Motors zusammenarbeiten wollten. Nun kommen die Verlobten sich näher: Die für gewöhnlich gut informierte Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet, dass Toyota Motor kurz davor stehe, sich mit 5 Prozent an Mazda zu beteiligen. Nach Angaben beider Unternehmen wollten die Vorstände von Toyota  und von Mazda am Freitag über Details der künftigen Zusammenarbeit beraten.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Zugleich heißt es in japanischen Medien, dass die beiden Autobauer gemeinsam für 1,6 Milliarden Dollar eine Fabrik in den Vereinigten Staaten errichten wollten, um dort bis zu 300.000 Autos im Jahr zu produzieren. Die Fabrik soll 2021 eröffnet werden. Der Plan wäre ein großer Anschub für die Agenda des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, der das verarbeitende Gewerbe in Amerika stärken will.

          Mazda produziert bislang keine Autos in Amerika und beliefert den dortigen Markt aus Japan und aus Mexiko. Das Unternehmen erwirtschaftet rund ein Drittel seines Umsatzes in den Vereinigten Staaten. Toyota baut rund die Hälfte seiner in Amerika verkauften Autos vor Ort.

          Die vertiefte Kooperation soll nach den Berichten auch dazu dienen, gemeinschaftlich Technik für Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Mazda, einer der kleineren Autobauer Japans, kann da wegen seiner begrenzten Forschungsfinanzen Kooperation von Toyota gebrauchen. Toyota, das eigentlich auf den Wandel zum Wasserstoff-Auto setzt, will am Ende des Jahrzehnts auch batteriegespeiste Elektrofahrzeuge am Markt haben. Mazda hat das für 2020 angekündigt.

          Weitere Themen

          Royale Damen unter sich Video-Seite öffnen

          Elisabeth und Meghan : Royale Damen unter sich

          Königin Elisabeth und Meghan, die seit ihrer Hochzeit mit Prinz Harry Herzogin von Sussex ist, haben in Englands Nordwesten erstmals gemeinsam eine Reihe öffentlicher Termine absolviert.

          Fußball-WM 2026 in Amerika Video-Seite öffnen

          Gegen Marokko durchgesetzt : Fußball-WM 2026 in Amerika

          Die Weltmeisterschaft in acht Jahren ist vergeben: Die gemeinsame Bewerbung von Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko hat in Moskau den Zuschlag bekommen. Zwei Drittel der Fifa-Mitgliedsverbände hat für die Gemeinschaftsbewerbung gestimmt.

          Topmeldungen

          Kanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Horst Seehofer

          Asylstreit : „Für die Union als Ganzes existenzgefährdend“

          Der saarländische Ministerpräsident sieht im Asylstreit den Fortbestand der Union in Gefahr. Kanzlerin Angela Merkel bereitet laut einem Bericht ein Sondertreffen mit EU-Staaten zur Flüchtlingspolitik vor.

          0:1 gegen Mexiko : Jetzt ist Deutschland unter Druck

          Es waren 90 Minuten, die man nicht oft erlebt. Am Ende schlichen die Deutschen zum WM-Auftakt geschlagen vom Platz. Beim 0:1 des Weltmeisters gegen Mexiko werden die Defizite in Löws Mannschaft schnell deutlich.

          Manuel Neuer : Ein Siegfried im Tor genügt nicht

          Hinter Manuel Neuer standen einige Fragzeichen vor dem WM-Auftakt: Der deutsche Nationaltorwart besteht aber den Torwart-TÜV im Schnelldurchgang. Er hätte aber wohl auch noch im Sturm Heldentaten vollbringen müssen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.