30.06.2012 · Das Verschicken von Briefen könnte in Deutschland bald teurer werden. Im F.A.Z.-Interview spricht Post-Finanzvorstand Larry Rosen über mögliche Portoerhöhungen, die rückläufige Zahl von Briefen - und die Folgen der Eurokrise für die Post.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Zum Thema Dienstleistungsmentalität in ehemaligen Staatsunternehmen
eine anekdotische Beobachtung:
Letze Woche in einer Postfiliale in München-Neuhausen: Eine
ältere Dame reiht sich in die Warteschlange ein und wartet
geduldig, ihr Anliegen vorzubringen: Wie denn bitte die Postleitzahl von
Berlin sei. Die Reaktion des Sachbearbeiters war lediglich: Da gibts
Hunderte.
Und das wars, keine Frage zum Empfänger, zum Stadtteil, nicht mal
ein Postleitzahlenbuch wurde ihr in die Hand gedrückt; dass sie
kehrtmachte und die Filiale unverrichteter Dinge verließ, schien
selbstverständlich.
Draußen vor der Tür habe ich die Dame nach der Adresse
gefragt und die Postleitzahl am Mobiltelefon herausgesucht. Die gesuchte
Ziffernfolge war schnell gefunden.
Wie war es doch schön, als es die Deutsche Bundes Post noch gab
und sich die, die sich heute über die Deutsche Post beschweren über sie beschwerten, weil der Schalterbeamte gelegentlich auch für eine Postsparbuchberatung Zeit brauchte oder der Nachbarschalter nicht besetzt war. Dann kam die von der EU angeordnete Privatisierung der staatlichen Firmen und alle dachten: Jetzt wird den faulen Beamten endlich Feuer unter dem Hintern gemacht; und glaubten, daß die vorhandenen 6 Schalter nun ständig geöffnet seien. Doch, oh Wunder, plötzlich gab es nur noch zwei Schalter, alles dauerte viel länger, weil die auch Pakete annahmen, die Landpoststellen verschwanden u. wurden durch Agenturen im Verbrauchermarkt ersetzt, bis deren Betreiber merkten, daß dies für sie ein Zusatzgeschäft ist u. diesen Service aufgab. Das trifft für jede rückläufige Dienstleistung zu und ist der Preis der Privatisierung. Heute heißt es: Wie war es doch schön, als es die Deutsche Bundes Post noch gab.
Platzhirsch Post kann sich Portoerhöhung leisten,
aber nicht, weil die Post gut leistet, sondern weil über hohe
Post-MIndestlöhne die in den Startlöchern befindlichen
Konkurrenten ausgeschaltet wurden.
Mit rd. 60 % Marktanteil ist weiter ein Quasi-Monopol am Werk ist, eine
zahme staatl. Regulierungsbhörde wacht über die Post, der
Staat hält immer noch rd 30 % der Postaktien.
Von der seinerzeit angestrebten Senkung wird jetzt wieder einmal eine
Steigerung des Briefportos.
Dass der Umsatz im Briefgeschäft rückläufig ist, ist kein
Wunder. Immerhin hat es die Post verstanden, Poststellen zu
schließen u. zahlreiche Briefkästen zu entfernen.
Deshalb muß heute lange nach einem Briefkasten gesucht werden. Der
nächste Briefkasten ist meist so weit entfernt, dass viel teurer
als das Porto der Aufwand ist, den Brief zum nächsten Postkasten zu
bringen. Arme ältere Menschen, die einen Brief aufgeben
müssen.
Keine Partei hilft den Bürgern, diesen Mißstand abzuschaffen.
So bleibt es bei dem kundenunfreundlichen Postmißmanagement (s.o.).
weiterhin Gewinne macht, warum wird dann über die Erhöhung des Briefportos nachgedacht? Bekommen da wieder ganz wenige (Shareholder) auf Kosten der Allgemeinheit den Hals nicht voll???
Also reine Gewinnmaximierung ohne Notwendigkeit
Zitat: 'Wir werden im Herbst prüfen, ob die Rahmenbedingungen es
ermöglichen, unsere Preise für das nächste Jahr zu erhöhen.'
D.h., mal sehen, ob's durchzudrücken ist, dem Kunden mehr
abzuknöpfen. Man hat zwar nicht die Not, das operative Ergebnis
steigt, die Leistungen werden abgebaut (stimme da den Vokommentatoren
völlig zu), aber man ist ja Kaufmann, man will ja für
möglichst wenig Einsatz möglichst viel erlösen.
Gewinnmaximierung halt.
Alles nur noch kaufmännische Größen heutzutage.
Mehr Konkurrenz? @Harald Steinmetz
Sie können eventuell wählen, bei wem Sie einen Brief abgeben. Als Empfnger können Sie nicht reagieren, wenn Ihnen die Post AG nicht gefällt. Vor kurzem fand ich auf dem Boden des Hausflures einen von der Post frankierten Brief an einen Adressaten, der nicht im Haus wohnte. Ich brachte den Brief zur nächsten Postfiliale und sie weigerten sich, ihn zu nehmen, weil sie keine Post, sondern Postbank sind: ich warf den Brief über den Schalter auf den Boden. Beschwerden helfen nicht, ich tat es mittlerweile mehrmals. Das beste, was gemacht werden kann, ist die Post wieder zu verstaatlichen.
Gerne wird verschwiegen, daß augenscheinliche Filialen der Post
solche der Postbank sind und die Post nur Untermieter ist. Auch wenn
draußen groß "Post" steht. Dementsprechend ist der
Service und das Angebot.
Wer fatalerweise nur 10 Briefmarken benötigt darf warten, bis die
Erklärung von Zahlungsvorgängen an ausländische
Mitbürger mit kleinen oder keinen Sprachkenntnissen beendet ist.
Das kann schon mal 15 Minuten dauern.
Ja, ja, die Kunden prüfen auch täglich
wo der letzte Briefkasten und die letzte Pommes-Bude, die sich Filiale
schimpft, gerade verschwunden ist. Man muß nämlich unbedingt
das letzte erhaltene, ehemalige "Postamt" unbedingt
schützen, indem man es als Weltkulturerbe anmeldet.
Den letzten Briefkasten kann man dann zumindest noch im Technischen
Museum München als Relikt einer Zeit, in der es noch
Dienstleistungen gab, besichtigen.
Was bildet sich dieser pseudoprivatisierte Fiskusableger eigentlich ein?
Die erbrachten Leistungen verhalten sich streng umgekehrt proportional
zu den Kosten, - ganz besonders in der ach so lukrativen Paketsparte.
Abzocke bis zu Gehtnichtmehr. Vor ein paar Jahren konnte man für
die heutigen Kosten eines Paketes von Köln nach Aachen 30 Kilo auf
die Osterinseln schicken.
Die Postmitarbeiter werden übelst behandelt und immer mehr
ausgedünnt auf Kosten von ein paar treuen ehemaligen
pflichbewußten Beamten, die sich die Zunge aus dem Hals hecheln.
Was ist das alles schlimm!!
Bevor Herr Rosen über Portoerhöhungen nachdenkt sollte er sich eher die Frage stellen wofür er dies will. Um eine Briefmarke zu kaufen muß ich mehrere Kilometer fahren weil keine Agentur mehr in der Nähe ist. Die Post wird unregelmäßig zugestellt. Briefmarken auf Vorrat kaufe ich aus Prinzip nicht. Es ist ein zinloses Darlehen für noch nicht erbrachte Leistung. Ich wünsche mir inständig das die Post endlich ihr Monopol verliert und eine Wahlmöglichkeit wie beim Paketdienst möglich ist. Dieser Laden sollte endlich Konkurenz erhalten. Aber das wäre Herrn Schäuble sicherlich nicht recht. Er kassiert ja sogar, das muß man sich einmal vorstellen, (weltweit einmalig !) eine Steuer auf Sekt. Dies wurde von Kaiser Wilhelm II. zur Finanzierung der Kriegsmarine eingeführt. Und auf die Sektsteuer wird dann auch noch Mehrwertsteuer erhoben. Aber zur Post: Höher Preise sollten auch immer bessere Leistungen beeinhalten. Das Gegenteil ist aber der Fall. Ich bin empört.
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |