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Internet Facebook macht Fortschritte

16.09.2009 ·  Facebook arbeitet mit mehr als 300 Millionen Nutzern. Im Wettlauf mit Konkurrenten wie MySpace kommt das Online-Netzwerk schneller voran als erwartet. Vorstandsvorsitzender Mark Zuckerberg macht keine Angaben dazu, wann Facebook einen Nettogewinn erwartet.

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Die bislang defizitäre amerikanische Online-Gemeinde Facebook macht Fortschritte auf dem Weg zur Profitabilität und meldet außerdem ein rasantes Wachstum bei den Nutzerzahlen. Gründer und Vorstandsvorsitzender Mark Zuckerberg sagte in einem Interneteintrag, Facebook habe im vergangenen Quartal einen positiven Mittelzufluss (Cashflow) erreicht. Damit habe Facebook seine eigenen Vorgaben übertroffen, denn ursprünglich habe sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, irgendwann im Jahr 2010 diesen Meilenstein zu erreichen. Ein positiver Cashflow bedeutet, dass Facebook in seiner laufenden wirtschaftlichen Tätigkeit einen Einzahlungsüberschuss erzielt hat. Das heißt allerdings nicht, dass das Unternehmen insgesamt schon profitabel ist.

Zuckerberg machte keine Angaben dazu, wann Facebook einen Nettogewinn erwartet. Gleichwohl werteten Beobachter die Nachricht von einem positiven Cashflow als gutes Zeichen, auch mit Blick auf einen möglichen Börsengang des Unternehmens. Zuckerberg hält sich bislang bedeckt, was Börsenpläne angeht, im Frühjahr sagte er, dies sei „nicht unmittelbar am Horizont“.

Über die Finanzen nicht viel bekannt

In seinem Eintrag verkündete Zuckerberg weiterhin, dass Facebook mittlerweile 300 Millionen Nutzer auf der ganzen Welt hat. Facebook hat damit seine Gemeinde in diesem Jahr verdoppelt, im Januar lag die Zahl der Nutzer noch bei 150 Millionen. Langfristig peilt Facebook mindestens eine Milliarde Nutzer an. Seit Mitte vergangenen Jahres hat sich die Nutzerzahl mehr als verdreifacht. Erst kürzlich hatte Facebook den Erzrivalen MySpace aus dem Konzern News Corporation des amerikanischen Medienmoguls Rupert Murdoch überholt.

Facebook ist im Jahr 2004 von Zuckerberg gegründet worden. Die Seite ist ein soziales Netzwerk: Nutzer können Profile anlegen, mit anderen Mitgliedern kommunizieren und Inhalte austauschen. Facebook war zunächst vor allem eine Plattform für Studenten und Teenager. Mittlerweile kommt das Wachstum aber vor allem von älteren Nutzern.

Über die Finanzen von Facebook ist nicht allzu viel bekannt. Marc Andreessen, der im Verwaltungsrat von Facebook sitzt, sagte kürzlich, er rechne in diesem Jahr mit einem Umsatz von 500 Millionen Dollar (lesen Sie dazu Marc Andreessen: Internet-Avantgarde). Facebook macht seine Umsätze vor allem mit Werbung auf seinen Seiten. Dem Unternehmen mangelt es nicht an Geld, um sein Geschäft aufzubauen. Im Frühjahr investierte die russische Internetholding Digital Sky Technologies 200 Millionen Dollar in Facebook und bekam dafür einen Anteil von knapp 2 Prozent. Die Investition bewertete Facebook mit 10 Milliarden Dollar.

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Von Gerald Braunberger

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