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Internationaler Wettbewerb Deutsche Banken schließen auf

13.09.2006 ·  Die deutschen Großbanken haben nach Angaben der Ratingagentur Fitch hinsichtlich ihrer Eigenkapitalrentabilität wieder zur europäischen Konkurrenz aufgeschlossen. Nun stehe nicht mehr der Kostenabbau im Vordergrund als vielmehr die Steigerung der Erträge.

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Die deutschen Großbanken haben nach Angaben der Ratingagentur Fitch hinsichtlich ihrer Eigenkapitalrentabilität wieder zur europäischen Konkurrenz aufgeschlossen. Die Bemühungen um Senkung der Kosten hätten Früchte getragen, zudem habe der jüngste Aufschwung der deutschen Wirtschaft die Ertragslage verbessert, sagte Fitch-Analystin Sabine Bauer.

Um die Ergebnisse weiterzuverbessern, gehe es künftig weniger um weiteren Kostenabbau als vielmehr um die Steigerung der Erträge durch Entwicklung margenstarker Finanzprodukte und vermehrtes Cross-Selling, also den Vertrieb zusätzlicher Produkte an die Bankkunden.

Nach Berechnungen von Fitch hatten die deutschen Großbanken Deutsche Bank, Commerzbank, Hypo-Vereinsbank, Dresdner Bank und Deutsche Postbank im ersten Halbjahr 2006 im Durchschnitt eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von rund 20 Prozent und lagen damit auf europäischem Niveau.

Für Übernahmen wenig attraktiv

Zu der jüngsten Erholung der Gewinne habe auch beigetragen, daß die Banken zuletzt wenig Vorsorge für Kreditausfälle gebildet hätten, sagte Bauer. Aufgrund der für mehrere Jahre unterdurchschnittlichen Renditen sind die Marktwerte der börsengehandelten deutschen Banken im europäischen Vergleich stark zurückgefallen. Selbst der Marktführer Deutsche Bank liegt derzeit mit einem Börsenwert von 47 Milliarden Euro nur auf Rang 13, die Commerzbank auf Rang 24.

Doch obwohl sie damit für viele Rivalen nicht besonders groß seien, seien sie als Übernahmeziel nicht gerade attraktiv, sagte Jens Schmidt-Bürgel, der Deutschland-Chef von Fitch. Viele ertragsstarke ausländische Häuser hätten an einer Übernahme deutscher Banken kein Interesse, weil dies die eigene Eigenkapitalrendite nach unten ziehen würde. Das sei den Aktionären schwer zu vermitteln.

Quelle: bf., F.A.Z., 13.09.2006, Nr. 213 / Seite 14
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