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Sonderdividende : Hypo-Vereinsbank überweist 3 Milliarden Euro an Unicredit

  • Aktualisiert am

Die Hypo-Vereinsbank in München gehört mehrheitlich der italienischen Unicredit. Bild: dapd

Die wichtige italienische Großbank bereitet eine 13 Milliarden Euro umfassende Kapitalerhöhung vor. Ein Teil der Summe kommt offenbar aus München.

          Die italienische Großbank Unicredit erhält von ihrer deutschen Tochtergesellschaft Hypo-Vereinsbank (HVB) noch in diesem Jahr eine Sonderdividende von drei Milliarden Euro. Das geht aus dem Registrierungsdokument der Unicredit für die 13 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung hervor, das an diesem Montag veröffentlicht wurde.

          Die HVB gilt mit einer harten Kernkapitalquote von mehr als 20 Prozent als gut kapitalisiert, seit sie ihre ehemalige Tochtergesellschaft Bank Austria an den Mutterkonzern abgegeben hatte. Doch die deutsche Finanzaufsicht Bafin hatte sich lange gegen hohe länderübergreifende Kapitaltransfers gesperrt - infolge der Finanzkrise.

          Derweil erhöht die für die Aufsicht der großen Geldhäuser zuständige Europäische Zentralbank den Druck auf die Unicredit wegen der faulen Kredite in den Büchern der Bank. Die Aufseher wollen bis Ende Februar eine Strategie sehen, wie das Institut dieses Problem lösen wolle.

          Die Bank habe zum Ende des Jahres die individuellen Kapitalanforderungen (SREP-Quote) der EZB wegen ihrer 12,2 Milliarden Euro schweren
           Abschreibungen nicht erfüllt. Die EZB habe eine Reihe von Risiken aufgezeigt, die neben den faulen Krediten auch die Liquidität sowie Schwierigkeiten wegen der Geschäfte mit Russland und der Türkei umfassten. Die EZB habe auch die weiter eher geringe Rentabilität moniert.

          Unicredit will 13 Milliarden Euro frisches Kapital aufnehmen, um damit den Konzernumbau zu finanzieren. Es handelt sich um die größte Kapital-Sammelaktion in der italienischen Wirtschaftsgeschichte. UniCredit will 17,7 Milliarden Euro an faulen Krediten loswerden und 14.000 Stellen streichen.

          Quelle: ala./Reuters

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