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Hybridmodell Prius Toyota bereitet weiteren Rückruf vor

08.02.2010 ·  Wegen Klagen über fehlerhafte Bremsen will Toyota Medienberichten zufolge in dieser Woche auch eine Rückrufaktion für den Prius starten. Betroffen wären in Deutschland etwa 3500 Wagen der neuesten Baureihe des Hybridmodells. Fast 8 Millionen Fahrzeuge muss Toyota bislang aus verschiedenen Gründen nachbessern.

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Der japanische Autobauer Toyota will bis spätestens Mittwoch mitteilen, ob er in Deutschland Wagen des Hybridmodells Prius wegen defekter Bremsen zurückruft. Betroffen von einer solchen Aktion wären alle 3500 Fahrzeuge der neuesten Prius-Baureihe, die seit Juni 2009 in Deutschland verkauft wurden, wie Toyota-Deutschlandchef Alain Uyttenhoven der „Süddeutschen Zeitung“ sagte.

Zurzeit werde noch die Situation in Japan und den Vereinigten Staaten geprüft. „Aber wenn es dort zu Rückrufen kommen sollte, wäre auch Deutschland betroffen, denn die Konstruktion ist die gleiche - alle Autos mit den betreffenden Bremsen kommen aus Japan“, sagte Uyttenhoven. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag unter Berufung auf informierte Quellen berichtete, wären in den Vereinigten Staaten rund 100.000 Prius der neuen Generation betroffen. Hinzu kommen weitere 170.000 auf dem Heimatmarkt verkaufte Wagen.

Bremsprobleme beim Hybridmodell

Das Hybridauto Prius ist das Vorzeigemodell des japanischen Konzerns. Es wurde 1997 eingeführt und war das erste seriengefertigte Hybridfahrzeug der Welt. Beim Prius arbeiten ein Benzin- und ein Elektromotor zusammen. Toyota hat seit Verkaufsstart im Mai über 300.000 der Autos in 60 Ländern abgesetzt.

Video: Toyota taxiert Rückruf-Kosten auf 1,4 Milliarden Euro

Bei Prius-Modellen, die vor Januar 2010 hergestellt wurden, kann es auf rutschigen Straßen zu einer spürbaren Verzögerung kommen, wenn das Hybridfahrzeug Prius zwischen dem eingebauten Gas- und dem Elektromotor umschaltet. Dadurch setzt die Bremswirkung erst verspätet ein. Zunächst hatte es lediglich geheißen, der Konzern wolle das Bremsproblem beim Prius über einen freiwilligen Servicedienst in den Griff kriegen. Die amerikanische Regierung vermutet, dass die Probleme in den Vereinigten Staaten mindestens vier Unfälle verursacht haben.

Toyota hat seit einigen Monaten mit einer Pannenserie zu kämpfen, die sich im Januar verschärfte. Der Konzern rief wegen sich verhakender Fußmatten und klemmender Gaspedale weltweit fast 8 Millionen Autos in die Werkstätten zurück. In ganz Europa sind rund 1,8 Millionen Autos betroffen.

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Von Heike Göbel

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