http://www.faz.net/-gqe-6m36s

HSBC : Jede zehnte Stelle fällt weg

  • Aktualisiert am

Jede zehnte Arbeitnehmer bei HSBC muss seinen Koffer packen Bild: AFP

30.000 Arbeitsplätze weltweit will die britische Großbank HSBC im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen bis 2013 streichen. Das entspricht etwa zehn Prozent ihrer Mitarbeiterzahl. Derweil steigt der Gewinn.

          Die britische Großbank HSBC tritt mit Wucht auf die Kostenbremse und streicht jede zehnte Stelle. Konzernchef Stuart Gulliver kündigte am Montag den Abbau von insgesamt 30.000 Arbeitsplätzen weltweit an, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Mit dem Ausstieg aus Geschäftsbereichen in den Vereinigten Staaten sowie Lateinamerika seien bereits 5000 Stellen abgebaut worden. Bis 2013 sollten 25.000 weitere folgen, sagte Gulliver.

          Gulliver hat das Ruder zu Jahresbeginn übernommen und angekündigt, die zuletzt deutlich gestiegenen Kosten zu senken und wieder mehr Wachstum zu erzeugen. Als Teil der Strategie will sich das Geldinstitut stärker auf das ertragreiche Asien-Geschäft besinnen. Deshalb steigt HSBC in etwa 39 Ländern aus dem Privatkundengeschäft aus. Erst am Sonntag hatte die Bank angekündigt, 195 Filialen in den Vereinigten Staaten für rund eine Milliarde Dollar in bar zu verkaufen. Auch soll das amerikanische Kreditkarten-Portfolio abgespeckt werden. HSBC-Aktien kletterten bis gegen Nachmittag um mehr als vier Prozent und zählten zu den größten Gewinnern im Londoner FTSE-100-Index.

          Die Sparbemühungen zeigen schon erste Wirkungen: Für das erste Halbjahr wies die Großbank überraschend einen Gewinnanstieg aus auf 11,5 Milliarden Dollar nach 11,1 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 10,8 Milliarden Dollar gerechnet. HSBC unterstrich indes, es gebe Risiken für die weltweite Konjunkturerholung durch die stärkere Regulierung in Großbritannien. In Deutschland ist das Institut mit der Tochter Trinkaus vertreten und betreut vor allem vermögende Privatkunden.

          Weitere Themen

          Hohe Erwartungen an neuen HSBC-Chef

          John Flint : Hohe Erwartungen an neuen HSBC-Chef

          Die britische HSBC spielt in der Top-Liga der internationalen Banken. Für das vergangene Jahr meldet Vorstandsvorsitzender Stuart Gulliver starke Zahlen – kann sein Nachfolger John Flint den Erfolgskurs halten?

          Gemüse aus dem Keller Video-Seite öffnen

          Selbstversorgung : Gemüse aus dem Keller

          In den kommenden Monaten testen wir den Gemüseanbau im eigenen Haus. Wie wächst das? Wie schmeckt das? Und was kostet uns das? - Das sind die Fragen, die wir nach der Ernte beantworten können.

          Topmeldungen

          Olympia im Liveticker : 1:1 – Hochspannung im Finale!

          Das dritte Drittel läuft in Pyeongchang! Und es ist noch alles drin für die deutschen Eishockey-Spieler im Olympia-Finale. Gegen die Russen steht es 1:1. Verfolgen Sie das Finale im Liveticker.
          Die rumänische Filmemacherin Adina Pintilie posiert mit ihrem Goldenen Bären

          Berlinale : Gefangen als Voyeur

          Der Goldene Bär für „Touch Me Not“ bei der Berlinale ist eine riesige Überraschung. In dem Film geht es um masturbierende Callboys, Transvestiten und Darkrooms. Der Ansatz ist beklemmend. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.