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Mittwoch, 19. Juni 2013
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HSBC Jede zehnte Stelle fällt weg

 ·  30.000 Arbeitsplätze weltweit will die britische Großbank HSBC im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen bis 2013 streichen. Das entspricht etwa zehn Prozent ihrer Mitarbeiterzahl. Derweil steigt der Gewinn.

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Die britische Großbank HSBC tritt mit Wucht auf die Kostenbremse und streicht jede zehnte Stelle. Konzernchef Stuart Gulliver kündigte am Montag den Abbau von insgesamt 30.000 Arbeitsplätzen weltweit an, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Mit dem Ausstieg aus Geschäftsbereichen in den Vereinigten Staaten sowie Lateinamerika seien bereits 5000 Stellen abgebaut worden. Bis 2013 sollten 25.000 weitere folgen, sagte Gulliver.

Gulliver hat das Ruder zu Jahresbeginn übernommen und angekündigt, die zuletzt deutlich gestiegenen Kosten zu senken und wieder mehr Wachstum zu erzeugen. Als Teil der Strategie will sich das Geldinstitut stärker auf das ertragreiche Asien-Geschäft besinnen. Deshalb steigt HSBC in etwa 39 Ländern aus dem Privatkundengeschäft aus. Erst am Sonntag hatte die Bank angekündigt, 195 Filialen in den Vereinigten Staaten für rund eine Milliarde Dollar in bar zu verkaufen. Auch soll das amerikanische Kreditkarten-Portfolio abgespeckt werden. HSBC-Aktien kletterten bis gegen Nachmittag um mehr als vier Prozent und zählten zu den größten Gewinnern im Londoner FTSE-100-Index.

Die Sparbemühungen zeigen schon erste Wirkungen: Für das erste Halbjahr wies die Großbank überraschend einen Gewinnanstieg aus auf 11,5 Milliarden Dollar nach 11,1 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 10,8 Milliarden Dollar gerechnet. HSBC unterstrich indes, es gebe Risiken für die weltweite Konjunkturerholung durch die stärkere Regulierung in Großbritannien. In Deutschland ist das Institut mit der Tochter Trinkaus vertreten und betreut vor allem vermögende Privatkunden.

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