Home
http://www.faz.net/-gqe-76f93
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Horst Norberg Media-Saturn-Chef beschwert sich über Streit der Eigentümer

Seit Monaten streiten sich die Eigentümer von Media Markt und Saturn öffentlich. Jetzt beschwert sich der Unternehmenschef in der F.A.S. Und kündigt an, weitere Läden zu eröffnen.

© Roeder, Jan Vergrößern Der Vorstandsvorsitzende von Media Saturn, Horst Norberg.

Der Chef der Media-Saturn-Holding, Horst Norberg, beschwert sich erstmals über die Scharmützel der beiden Eigentümer Metro und Kellerhals. „Mir wäre es lieber, wenn unsere Eigentümer ihre Auseinandersetzungen nicht öffentlich austragen würden“, sagte Media-Saturn-Chef Norberg der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Der Zwist lähme zwar nicht das tägliche Geschäfte, sagte Norberg, die „internen Abstimmungsprozesse werden dadurch aber nicht einfacher.“ Eine Idee zur Versöhnung habe er nicht, sagte Norberg: „Mir steht es nicht zu, mich in diese Fragen einzumischen.“ Der Metro-Konzern und Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals, der noch eine Minderheit an der MSH-Holding hält, streiten seit Jahr und Tag in- und außerhalb der Gerichtssäle um die Macht über die Elektromärkte.

Georg Meck Folgen:    

Media-Saturn werde weiter expandieren, im stationären Handel wie im Online-Geschäft, kündigte Norberg in dem F.A.S.-Interview an. „942 Märkte haben wir momentan, 40 bis 50 sollen jedes Jahr neu dazu kommen.“ Im Internet habe der Konzern die Erlöse im vorigen Jahr verdoppelt. „Die Kurve zeigt steil nach oben: Selbst im Januar, eher ein mauer Monat, hat sich der Online-Umsatz verdoppelt gegenüber dem Vorjahr.“ Der Herausforderer Amazon schrecke ihn nicht, betonte Norberg: „Wir bleiben im Bereich Elektrogeräte mit Abstand Marktführer, auch inklusive des Online-Geschäfts.“

Verwaltung von Mediamarkt und Saturn wird verschmolzen

In Deutschland verschmilzt der Konzern nach Angaben des Managers die Verwaltung von Media und Saturn. „Um die Schlagzahl zu erhöhen, legen wir Media und Saturn in Deutschland zu einer einzigen Landesgesellschaft zusammen.“  Im Auftritt nach draußen bleiben die Marken aber selbständig: „Sie werden ihr Profil sogar schärfen“, sagte Norberg.

Rückwirkend zum 31.10.2012 werden demnach die Media Markt Management GmbH und die Saturn Management GmbH zur Media-Saturn Deutschland GmbH verbunden. Neben den Finanzbereichen von Media Markt und Saturn, die bereits im Oktober 2012 zusammengelegt wurden, werden künftig auch alle anderen Bereiche von einem gemeinsamen Management-Board innerhalb der Media-Saturn Deutschland GmbH als eine juristische Einheit geführt.

Mehr zum Thema

Horst Norberg: „Die Anforderungen an unsere Unternehmensgruppe werden immer vielfältiger. Mit der neuen Struktur bündeln wir unsere Kräfte und Kompetenzen und können unter dem Dach der Media-Saturn Deutschland GmbH gemeinsam an wichtigen Fragen der Zukunft unserer Gruppe arbeiten. Gleichzeitig bewahren wir ohne Abstriche die bewährte Eigenständigkeit von Media Markt und Saturn“. Betriebsbedingte Kündigungen werde es in diesem Zusammenhang nicht geben. „Die bestehenden Jobs sind sicher“, sagte Norberg der F.A.S.

Quelle: F.A.S.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Modernes Gaskraftwerk Seehofer glaubt nicht ans Aus für Irsching

Ein noch fast neues Gaskraftwerk, abgeschaltet als Opfer der Energiewende? So weit werde es nicht kommen, sagt Bayerns Ministerpräsident. Damit ist er zuversichtlicher als die Betreiber. Mehr

06.04.2015, 06:11 Uhr | Wirtschaft
Bayern Seehofer will keine Personaldiskussion

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer beteuerte auf der CSU-Klausurtagung in Wildbad Kreuth keine Personaldiskussion um seine Nachfolge 2018 zu wollen. Mehr

08.01.2015, 09:47 Uhr | Politik
Mittelstandsanleihen-Ticker Senivita-Tochter bietet Wandelanleihe an

Eine Tochtergesellschaft der Senivita Sozial, die Senivita Social Estate, bietet eine Wandelanleihe mit einer Verzinsung von 6,5 Prozent an.Das Rating von Sanha sinkt. Mehr

14.04.2015, 14:10 Uhr | Wirtschaft
EnBW-Chef Frank Mastiaux Der Mann für die Wende

Herkulesaufgabe, Himmelfahrtskommando – so das Medienecho zu Frank Mastiaux. Der Mann an der Spitze des Energiekonzerns EnBW steht wie kaum ein anderer Vorstandschef Deutschlands unter Beobachtung. Er muss einen Konzern, der lange sehr gut vom Atomstrom lebte, zu einem grünen Konzern umbauen. Mehr

19.03.2015, 10:27 Uhr | Wirtschaft
Wettbewerbs-Verfahren Der schwere Kampf gegen Google

Wenn die EU gegen große IT-Konzerne ermittelt, dauert das oft lange und bringt wenig Ergebnisse. Woran liegt das? Mehr Von Patrick Bernau

15.04.2015, 10:51 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 09.02.2013, 15:27 Uhr

Übertriebene Abstiegsangst

Von Lisa Becker

Viele Menschen in Deutschland sind durch Bildung sozial aufgestiegen. Und dieser Status soll auch an die kommende Generation weitergegeben werden. Oftmals um jeden Preis. Mehr 52 41


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden