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Hoffnung für Nachrichtenagentur : Ehemaliger N24-Chef soll dapd retten

  • Aktualisiert am

Bild: dapd, F.A.Z.

Ulrich Ende, ehemalige Chef des Nachrichtensenders N24, und weitere Investoren haben der insolventen Nachrichtenagentur dapd Hilfe angeboten. Die Übernahme soll im Januar erfolgen.

          Der ehemalige Chef des Nachrichtensenders N24, Ulrich Ende, soll die insolvente Nachrichtenagentur dapd retten. Eine Vereinbarung mit Ende und anderen, nicht genannten Investoren stehe in den Grundzügen, teilte dapd-Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma am Freitag mit.

          Noch vor Weihnachten sollen die neuen Eigentümer eine siebenstellige Kapitalspritze geben, um den Weiterbetrieb der Agentur zu sichern. Im Januar will Köhler-Ma die Übernahme perfekt machen. „Die Vereinbarung mit Ulrich Ende bietet gute Chancen für den Erhalt der bestehenden Arbeitsplätze bei der Nachrichtenagenturgruppe“, sagte Köhler-Ma. „Voraussichtlich sind keine größeren Personalanpassungen über die bereits ausgesprochenen Kündigungen hinaus nötig.“

          Ein Drittel der Mitarbeiter entlassen

          Die Agentur hatte kürzlich 98 der rund 300 Arbeitsplätze gestrichen und den neuen Sport-Dienst eingedampft. Ende muss bei dapd ohne deren bisherigen internationalen Nachrichten-Lieferanten Associated Press (AP) auskommen. Köhler-Ma und Sanierer Wolf von der Fecht schlossen einen Vergleich mit der amerikanischen Agentur, die dapd nur noch bis Ende Januar mit Nachrichten aus dem Ausland beliefert.

          AP hatte überraschend den deutschen Marktführer dpa als neuen Partner gewählt, obwohl der ein eigenes Auslandskorrespondenten-Netz betreibt. Ob und wie AP ersetzt werden soll, blieb am Freitag offen. Die Agentur dapd war vor drei Jahren entstanden, als die Finanzinvestoren Peter Löw und Martin Vorderwülbecke als Eigner der Nachrichtenagentur ddp den deutschsprachigen Dienst von AP übernahmen und beide Dienste fusionierten. Der deutsche Nachrichtenmarkt gilt als einer der am härtesten umkämpften der Welt. Deutschsprachige Nachrichten verbreiten auch die Agenturen Reuters und AFP.

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