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Hasbro Spielzeug zu Fernsehserien lässt sich gut verkaufen

 ·  Für den amerikanischen Spielwarenhersteller Hasbro bleibt das Spiel Monopoly ein solides Geschäft. Sein Wachstum verdient das Unternehmen aber vor allem durch Spielwaren zu Fernsehsendungen.

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Roger Balser macht die Arbeit derzeit viel Freude. Der in Dreieich bei Frankfurt ansässige Regionalgeschäftsführer für Deutschland, Österreich und die Schweiz des amerikanischen Spielwarenherstellers Hasbro kann besonders gute Zahlen an die Muttergesellschaft melden. Im vergangenen Jahr sei der Umsatz im deutschsprachigen Raum um 17 Prozent gestiegen. Man habe damit in Deutschland den Marktanteil von 5,1 auf 5,6 Prozent erhöht. Genaue Zahlen nennt Balser eine Woche vor der Veröffentlichung der Konzernzahlen in Amerika nicht. Aber wenn man von einem Markt für klassische Spielwaren in Deutschland von 2,55 Milliarden Euro ausgeht und bei einem Marktanteil von 5,6 Prozent zu Abgabepreisen die Handelsmarge abzieht, kommt Hasbro hierzulande auf einen Umsatz von gut 100 Millionen Euro.

Trotz erfreulicher Zahlen hat Hasbro damit ein selbstgestecktes Ziel aber nicht erreicht: Hasbro ist nach wie vor nur sechstgrößter Spielwarenanbieter hierzulande. An dieser Position hat sich nichts geändert, wenn auch der Abstand zu den größeren Herstellern verkleinert worden sei, wie Balser sagt. Es bleibe das Ziel, zumindest Ravensburger und Simba-Dickie hierzulande zu überholen. Dann würde man Rang vier nach Lego, Playmobil und Mattel belegen. In vielen anderen Ländern sei Hasbro nach Mattel die Nummer zwei im Markt. Dafür gebe es aber in Deutschland zu starke nationale Anbieter.

Das Unternehmen verfügt über eigene Studios

Hasbro hat sein Wachstum vor allem durch Spielwaren zu Fernsehsendungen erreicht. Artikel zu der auf dem Fernsehkanal Nickelodeon laufenden Serie Beyblade seien unter die bestverkauften Lizenzartikel des Jahres gekommen, obwohl man mit dem Absatz erst im September eingesetzt habe. Stark gewachsen sei man aber auch mit den kleinen Sammelpuppen "Littlest pet shop" und zum Renner habe sich Nerf, eine Spielwaffenreihe, entwickelt. Ein solides Geschäft bleibe das Spiel Monopoly, von dessen Varianten noch immer eine Million Stück im Jahr verkauft werden.

Balser sieht den Erfolg seines Unternehmens in einer allgemeinen Hinwendung zu Markenprodukten und in der Kooperation von Fernsehauftritt und Spielware. Hasbro sei ein Hersteller, der das bisherige Lizenzgeschäft umkrempeln wolle. Bisher sei immer zuerst der Film da gewesen, und dann seien dazu Lizenzen verkauft worden. Klassisches Beispiel ist der Film Star Wars, zu dem auch Hasbro Lizenzprodukte anbietet. Hasbro verstehe sich aber zunehmend als Spielwarenanbieter, der zu dem eigenen Spielzeug die Fernseh- und Kinofilme entwickele. In diesem Jahr werde man neben Beyblade auch My little Pony und eine Serie namens Chuck ins Fernsehen bringen. Außerdem arbeite Hasbro - das Unternehmen verfügt über eigene Studios - am dritten Kinofilm Transformers, der den Absatz der wandelbaren Fahrzeuge im Spielzeugbereich steigern soll. Neben dem Film sollen weitere Lizenzen für Kleidung und andere Produkte vergeben werden. "Der Konsument soll unsere Marken in allen Lebenslagen erleben", ist nach Balsers Worten das Ziel von Hasbro.

Die Ziele sind ehrgeizig: "Wir wollen 2011 um 20 Prozent wachsen", gibt Balser für den deutschsprachigen Raum vor. Obwohl Hasbro fast die gesamte Ware aus Fernost bezieht - nur die Spiele kommen aus irischer Produktion -, werde man die Preise nur um 4 Prozent anheben. Den Rest der bis zu 10 Prozent steigenden Kosten - chinesische Löhne, Aufwertung der chinesischen Währung - werde man intern auffangen.

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Jahrgang 1955, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

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