Home
http://www.faz.net/-gqe-754ih
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 17.12.2012, 09:52 Uhr

Handel mit Verschmutzungsrechten Schwere Versäumnisse bei der Deutschen Bank

Angeblich wurde die Deutsche Bank schon 2009 von der britischen Steuerbehörde HMRC frühzeitig vor kriminellen Machenschaften beim Handel mit Verschmutzungsrechten gewarnt. Das Geldinstitut reagierte aber nicht entsprechend.

© dpa Keiner stoppte die kriminellen Machenschaften beim Handel mit Verschmutzungsrechten

Die Deutsche Bank ist nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag) von der britischen Steuerbehörde HMRC frühzeitig vor kriminellen Machenschaften beim Handel mit Verschmutzungsrechten gewarnt worden. Das Geldinstitut habe es anschließend aber versäumt, intern durchzugreifen und derartige Geschäfte in den eigenen Reihen zu unterbinden.

Das gehe aus den Akten der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hervor, die gegen 25 Beschäftigte der Bank wegen Steuerbetrug, Geldwäsche und Vertuschung von Straftaten ermittelt. Das Institut war vergangene Woche von 500 Beamten durchsucht worden.

Bereits im Herbst 2009 habe die HMRC führende Vertreter der Deutschen Bank in London darauf hingewiesen, dass große Teile des Emissionshandels „mit Betrugskriminalität behaftet seien“. Das Geldinstitut wickelt zahlreiche Geschäfte über seine Niederlassung in der britischen Hauptstadt ab.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET/dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Plan der Bundesregierung Bar zahlen künftig nur noch bis 5000 Euro

Die Bundesregierung dringt auf ein gemeinsames Limit für Bargeldzahlungen in Europa. Andernfalls erwägt Berlin eine Bargeldgrenze in Deutschland. Ist das der Anfang vom Ende des Bargelds? Mehr Von Manfred Schäfers, Hendrik Kafsack und Christian Siedenbiedel

02.02.2016, 19:04 Uhr | Wirtschaft
Drohszenario Stimmen zum möglichen Brexit

Lange wurde darüber spekuliert, nun ist klar: Es wird ein britisches Referendum zu einem möglichen Austritt aus der EU geben, spätestens im Jahr 2017. Auch wenn sie nicht mit allen Regulierungen einverstanden sind, ist die Mehrheit der britischen Wirtschaftsbosse für die EU und die Möglichkeit des freien Handels im EU-Binnenmarkt. In der britischen Bevölkerung dagegen ist Brüssel umstritten. Mehr

29.01.2016, 14:56 Uhr | Wirtschaft
Skandale in der IAAF Adidas beendet offenbar Leichtathletik-Sponsoring

Der Sportartikelhersteller zieht wohl die Konsequenzen aus den Doping- und Korruptionsskandalen beim Leichtahtletik-Weltverband. Laut einem Medienbericht will Adidas vorzeitig aus seinem Sponsoringvertrag aussteigen. Mehr

25.01.2016, 10:19 Uhr | Sport
Kriminelle Ausländer Koalition beschließt leichtere Abschiebung

Nach den Übergriffen von Köln will die Bundesregierung kriminelle Ausländer schneller aus Deutschland abschieben. Mehr

12.01.2016, 15:57 Uhr | Politik
Vergabe der WM 2006 DFB soll Hinweise auf Korruption vertuscht haben

Der Deutsche Fußball-Bund hat Hinweise auf korrupte Vorgänge im Vorfeld der WM-2006-Vergabe angeblich systematisch vertuscht. Das belegen einem Medienbericht zufolge die Ermittlungsergebnisse der Kanzlei Freshfields. Mehr

27.01.2016, 20:21 Uhr | Sport

Was Cryan von Zetsche lernen kann

Von Georg Meck

Während die Deutsche Bank Untergangphantasien provoziert, triumphiert Daimler. Fünf Lektionen lehren, wie Cryan so erfolgreich wird wie Zetsche. Mehr 13 28


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden