21.11.2005 · Der Karstadt-Quelle-Konzern will im defizitären Versandhandel rund tausend Stellen streichen. Davon sind nach Angaben des Unternehmens allein fünfhundert der rund 7.000 Arbeitsplätze im Großraum Nürnberg/Fürth betroffen.
Der Karstadt-Quelle-Konzern will im defizitären Versandhandel rund 1000 Stellen streichen. Vom geplanten Abbau sind nach Angaben von Vorstandschef Thomas Middelhoff allein 500 der rund 7000 Arbeitsplätze im Großraum Nürnberg/Fürth betroffen.
Middelhoff begründete die Maßnahmen am Montag in Betriebsversammlungen bei Quelle in Fürth mit weggebrochenen Umsätzen und dem geänderten Käuferverhalten. Der Stellenabbau soll nach Informationen aus Teilnehmerkreisen bereits im ersten Quartal 2006 vollzogen werden.
Middelhoff hatte bereits vor einer Woche in Frankfurt angekündigt, er wolle die Kosten im Versandhandel um 20 Prozent senken und damit die Weichen für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung stellen. Um aus den roten Zahlen zu kommen, will der Konzern den Internetvertrieb ausbauen und verstärkt eine jüngere Kundschaft ansprechen. Der Versandhandel mit den Dachmarken Quelle und Neckermann hatte im dritten Quartal einen Umsatzrückgang um 8,6 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro verzeichnet. KarstadtQuelle war im dritten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der Gewinn erreichte 18,2 Millionen Euro gegenüber einem Minus von gut 1,2 Milliarden Euro vor einem Jahr.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2467 | −0,17% |
| Rohöl Brent Crude | 106,34 $ | −0,48% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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