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Handel In der Karstadt-Zentrale fällt jede fünfte Stelle weg

02.09.2008 ·  Arcandor will Kosten sparen und schlanker werden. Das kostet jetzt Jobs in der Karstadt-Hauptverwaltung - etwa ein Fünftel der Stellen soll dort gestrichen werden. Die Verantwortlichen versichern, betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu vermeiden. Entlassungen ausschließen wollen sie aber nicht.

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Der Touristik- und Handelskonzern Arcandor streicht jeden fünften Arbeitsplatz in der Karstadt-Zentrale. Es würden 400 bis 450 Stellen in der Hauptverwaltung der Warenhaustochter in Essen abgebaut, sagte ein Konzernsprecher am Montag und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

„Wir werden versuchen, betriebsbedingte Kündigungen durch geeignete Personalmaßnahmen zu vermeiden“, kündigte der Sprecher an. Das könnten Vorruhestand, Altersteilzeit oder Umbesetzungen sein. Schon jetzt gestrichen seien 16 von ehemals 42 Leitungspositionen. In der Essener Karstadt-Hauptverwaltung sind derzeit noch etwas weniger als 2000 Mitarbeiter beschäftigt.

Arcandor will Kosten sparen

Arcandor will mit diesem Schritt Kosten sparen. Der Konzern müsse sich an die Marktstrukturen anpassen und schlanker werden, sagte der Sprecher. Wie viel Geld das Touristik- und Handelsunternehmen damit sparen kann, bezifferte er allerdings nicht. Der Vorstand will diese Maßnahme bis zum Jahresende abschließen.

Die Mitarbeiter sind den Angaben des Sprechers zufolge bereits am Freitag über diese Planungen informiert worden. Geschäftsführung und Betriebsrat würden derzeit über die Umsetzung sprechen. Der Arcandor-Vorstand hatte bei der Vorlage der Drittquartalszahlen Mitte August schon mitgeteilt, dass Einsparungen bei Karstadt geplant sind und diese auch Mitarbeiter betreffen werden.

Karstadt hatte seine Verluste im vergangenen Geschäftsquartal ausgeweitet und damit Arcandor in die roten Zahlen getrieben. Der Konzern hatte zudem sein Ergebnisziel für das im Oktober beginnende Geschäftsjahr gesenkt. Die Aktie war daraufhin abgestürzt. Konzernchef Thomas Middelhoff hat angekündigt, von einem Personalabbau bei Karstadt sei nur die Zentrale betroffen, die Kaufhäuser blieben dagegen verschont.

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Von Heike Göbel

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