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Freitag, 17. Februar 2012
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Halbjahresbilanz Bahn steigert Gewinn - und erhöht Preise

18.08.2008 ·  Hartmut Mehdorn hatte schöne Zahlen im Gepäck, als er an diesem Montag die Halbjahreszahlen der Bahn vorstellte. Mit 1,4 Milliarden Euro konnte er ein hervorragendes Betriebsergebnis vermelden. Trotzdem: Passagiere sollen ab Jahresende mehr für ihre Tickets zahlen.

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Die Deutsche Bahn erhöht die Fahrpreise. Tickets im Personenverkehr sollen „Ende des Jahres“ teurer werden, wie der Konzern am Montag in Frankfurt mitteilte. Eine „Kombination aus explodierenden Energiepreisen und weit überdurchschnittlichen Personalkosten“ lasse sich mit Effizienzsteigerungen allein nicht mehr ausgleichen.

Nähere Angaben zur Preisanhebung seien noch nicht beschlossen, hieß es. Details sollen „spätestens Anfang September“ mitgeteilt werden. Zuletzt waren Fahrkarten im Nah- und Fernverkehr im Dezember 2007 teurer geworden, und zwar im Schnitt um 2,9 Prozent. Für 2008 hatte der Konzern garantiert, den Preis nicht zu erhöhen.

Rekordergebnis vorgestellt

Zugleich präsentierte Bahnchef Hartmut Mehdorn ein hervorragendes Betriebsergebnis. Vor Sondereffekten stieg das Betriebsergebnis (Ebit) um 6,8 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro im ersten Halbjahr. Der Umsatz legte, um Zukäufe bereinigt, um 4,6 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich erhöhte sich der Überschuss bis Ende Juni um 5,4 Prozent auf 915 Millionen Euro.

Der Vorstandsvorsitzende bekräftigte, dass die Bahn reif sei für den in der Politik lange umstrittenen Börsengang. Die neu gegründete Tochter DB Mobility Logistics für den Personen- und Güterverkehr solle „voraussichtlich im Herbst“ zu 24,9 Prozent an die Börse gebracht werden.

Trotz der schwierigen Situation an den Kapitalmärkten stehe dem Schritt an die Börse nichts im Wege. „Wir sehen keinen Grund den Börsengang zu verschieben, jedenfalls nicht aus jetziger Perspektive“, sagte Mehdorn zu den Plänen. Auch zeigte er sich zuversichtlich, eine „ordentliche Bewertung“ hinzubekommen. Über die Summe des erwarteten Emissionserlöses und den damit verbundenen Zeichnungspreis für die zukünftigen Aktionäre wollte sich das Unternehmen nicht äußern. „Wir warten gelassen auf die Investoren, die wir sicherlich finden können“, sagte Mehdorn.

Prognose im Grundsatz bestätigt

Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte Finanzvorstand Diethelm Sack im Grundsatz, mit Blick auf das Ebit zeigte er sich sogar zuversichtlicher als zuletzt. Beim Umsatz stellte er ein Plus von fünf Prozent in Aussicht, unter Einbezug der Akquisitionen sollen es acht Prozent sein. Im Vorjahr hatte die Bahn 31,31 Milliarden Euro erlöst. Die Umsatzentwicklung sowie vermutlich geringer ausfallende Sondereffekte sollen das Ebit auf dem Niveau des Vorjahres halten, das bei 2,9 Milliarden Euro gelegen hatte. Bereinigt um Sondereffekte soll es steigen. Ende März hatte Sack noch angedeutet, dass das Ebit den Vorjahreswert voraussichtlich nicht erreichen werde. Die aktuelle Prognose knüpft die Bahn an eine stabile konjunkturelle Entwicklung.

Auch bei den Fahrgastzahlen konnte die Bahn den Angaben zufolge zwischen Januar und Juni deutlich zulegen. Demnach waren insgesamt 941 Millionen Bahn-Kunden (plus drei Prozent) in den Zügen des Verkehrskonzerns unterwegs. Damit seien täglich rund 5,2 Millionen Fahrgäste mit den Zügen gereist. „Noch nie sind so viele Menschen mit den Zügen der Bahn gefahren, und noch nie wurden so viel Güter auf der Schiene transportiert“, sagte Mehdorn.

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