http://www.faz.net/-gqe-8p1ky

Günstiges Benzin : Amerikaner kaufen mehr Autos als je zuvor

  • Aktualisiert am

Der neue Porsche Panamera auf der Autoshow in Los Angeles im November. Bild: AFP

In den Vereinigten Staaten haben die Autoverkäufer wohl ein Rekordjahr hinter sich. Nicht jeder Hersteller schnitt allerdings besser ab - vor allem aus Deutschland.

          Nach einem starken Dezember sind in Amerika im vergangenen Jahr offenbar insgesamt so viele Autos verkauft worden wie in keinem Jahr zuvor. Nach Angaben des Marktforschers Autodata rollten in der größten Volkswirtschaft der Welt im Jahr 2016 insgesamt 17,55 Millionen Autos von den Höfen der Händler. Das entspricht einem Plus von 0,4 Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

          Angesichts niedriger Benzinpreise und günstiger Zinsen kauften viele Amerikaner einen Neuwagen, insbesondere viel Sprit verbrauchende SUVs und Pick-Ups fragten sie nach. Dieses Jahr könnte für die Hersteller sogar noch besser werden, äußerte General-Motors-Chefvolkswirt Mustafa Mohatarem: Die Stimmung der Verbraucher sei gut, die wichtigsten Konjunkturindikatoren positiv.

          Mercedes überholt BMW

          Der größte amerikanische Autohersteller General Motors steigerte den Absatz im Dezember um zehn Prozent auf 319.000 Fahrzeuge, die Nummer zwei Ford schaffte ein knappes Plus von 0,3 Prozent auf knapp 240.000. Der japanische Hersteller Toyota übergab rund 223.000 Fahrzeuge an Kunden in den Vereinigten Staaten, das waren zwei Prozent mehr. Der Konzern Fiat-Chrylser verkaufte hingegen zehn Prozent weniger und insgesamt 193.000 Wagen.

          Nach dem Absatzeinbruch im Vorjahr im Zuge des Dieselskandals steigerte Volkswagen die Verkäufe im Dezember 2016 nun um ein Fünftel auf gut 37.000 Fahrzeuge. Auf Jahressicht gingen die Verkäufe jedoch um 7,6 Prozent auf 349.000 Wagen zurück.

          Auch die anderen deutschen Hersteller verzeichneten Rückgänge: Der Absatz der Marke BMW schrumpfte im Dezember um 5,2 Prozent, im gesamten Jahr 2016 verkauften die Münchener mit gut 313.000 Wagen 9,5 Prozent weniger Fahrzeuge von ihrer Hauptmarke. Besser schlug sich die Konkurrenz aus Stuttgart, die BMW als weltgrößten Premium-Hersteller überholt haben dürfte. Zwar gingen die Verkäufe von Mercedes-Benz in Amerika im Dezember um 6,4 Prozent zurück, auf Jahressicht betrug das Minus jedoch lediglich 0,8 Prozent auf rund 340.000 Fahrzeuge. Zuwächse verzeichneten Audi und Porsche, die im Dezember 13,7 Prozent beziehungsweise 2,0 Prozent mehr Fahrzeuge verkauften.

          Quelle: ala./Reuters

          Weitere Themen

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Selbstbezogen und selbstzufrieden: Donald Trump (hier bei einem Football-Match am 8. Januar 2018, während die Nationalhymne gesungen wird).

          Trumps Politik : Das amerikanische Wirtschaftswunder

          Anders als von vielen erwartet geht es der Wirtschaft in Amerika heute ziemlich gut. Davon profitiert auch der einfache Arbeiter. Wie stabil ist das wohl alles?
          Außenminister Sigmar Gabriel: „Am kommenden Sonntag schaut nicht nur Europa gebannt auf den SPD-Parteitag.“

          SPD vor dem Parteitag : Gabriel: „Die Welt schaut auf Bonn“

          Martin Schulz kämpft in Düsseldorf vor Parteitagsdelegierten um die Erlaubnis für Groko-Verhandlungen. Auch Sigmar Gabriel redet seiner Partei ins Gewissen – und spricht von einer weltweiten Hoffnung auf die Sozialdemokraten.
          Dunkle Wolken am Dienstag über Bonn: Stürmische Tage stehen bevor

          Tief „Friederike“ : Deutschland drohen stürmische Tage

          Das Tief „Friederike“ hat es in sich: Für Mittwoch erwarten die Metereologen kräftigen Wind, Schnee und Glätte. Am Donnerstag muss sogar mit Orkanböen gerechnet werden – eine Region bleibt allerdings verschont.
          Entschiedener, unmittelbarer, entschlossener: GSG-9-Chef Jerome Fuchs setzt gegen Terroristen auf Härte und Professionalität.

          GSG-9-Chef Fuchs : Der Terroristen-Jäger

          Seine Eliteeinheit wächst und soll einen neuen Standort in Berlin bekommen. Das ist ganz im Sinne ihres 47 Jahre alten Kommandeurs – aber auch eine große Herausforderung für Jerome Fuchs.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.