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Grohmann Engineering : Deutsche Tesla-Arbeiter drohen mit Streik

  • Aktualisiert am

Grohmann Engineering in Prüm vor der Übernahme durch Tesla. Bild: Stefanie Silber

Tesla hat zu Jahresbeginn ein Maschinenbau-Werk in der Eifel übernommen. Jetzt fordern die Mitarbeiter mehr Gehalt.

          Dem amerikanischen Elektroautobauer Tesla droht ein Streik bei der Anfang des Jahres übernommenen Tesla Grohmann Automation im rheinland-pfälzischen Prüm. Die Gewerkschaft hatte die Aufnahme von Tarifverhandlungen für die Firma mit 680 Beschäftigten gefordert. „Wir haben vom Unternehmen eine nicht zufriedenstellende Antwort bekommen“, sagte Patrick Georg von der IG Metall Trier der „Welt am Sonntag“. Tesla spiele auf Zeit. „Wir prüfen nächste Woche, ob Streiks möglich sind“, sagte Georg. Die in Deutschland gefertigten Maschinen sind wichtig für die Produktion des Model 3, das im Sommer anlaufen soll.

          Die Amerikaner hatten die ehemalige Grohmann Engineering im Januar offenbar für 150 Millionen Dollar übernommen. Künftig soll nur noch für Tesla gearbeitet werden, Beziehungen zu anderen Kunden werden eingestellt.

          Die Löhne waren schon vor der Übernahme niedrig

          Die IG Metall fordert nun die Übernahme des Tarifvertrags für die Metallindustrie sowie Arbeitsplatzgarantien. Derzeit liege das Lohnniveau bei Tesla Grohmann Automation etwa 25 bis 30 Prozent unter dem Tarifgehalt, sagte der Betriebsratsvorsitzende Uwe Herzig der Zeitung. Das habe zwar schon vor der Übernahme durch Tesla gegolten, seitdem sei aber die Unsicherheit gewachsen. Der neue Eigentümer hat angeboten, den Lohn aller Mitarbeiter um 150 Euro monatlich zu erhöhen. Dem Betriebsrat reicht das aber nicht aus.

          Tesla teilte mit, man arbeite daran, „dass jeder bei Tesla Grohmann Automation fair und wettbewerbsfähig über dem Branchenniveau bezahlt wird“. Dafür wolle man die Mitarbeiter neben ihrem Gehalt mit Aktien entlohnen.

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