11.07.2009 · Das Schicksal des hochverschuldeten Autoherstellers Porsche wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Der Golfstaat Qatar bietet nach Informationen der Sonntagszeitung sieben Milliarden Euro für den Einstieg bei Porsche sowie für dessen VW-Aktienoptionen.
Das Schicksal des hochverschuldeten Autoherstellers Porsche wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Der Golfstaat Qatar bietet nach Informationen der Sonntagszeitung sieben Milliarden Euro für den Einstieg bei Porsche sowie für dessen VW-Aktienoptionen. Die Scheichs würden damit Miteigentümer an der Porsche-Holding sowie an VW.
Über eine Kapitalerhöhung will sich Qatar laut der Nachrichtenagentur AP an rund 20 bis 25 Prozent der Holding beteiligen und stimmberechtigte Stammaktien erwerben, die bisher ausschließlich im Besitz der Familien Porsche und Piëch sind. Zudem würde Porsche seine noch vorhandenen Optionen auf VW-Aktien von bis zu 24 Prozent an das Emirat abtreten.
Stimmen die Familien Porsche und Piëch dem Angebot zu, wäre dies ein Befreiungsschlag für Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Sein Gegenspieler Ferdinand Piëch sträubt sich jedoch mit aller Kraft dagegen und verlangt, dass Volkswagen knapp die Hälfte an der Porsche AG übernimmt. Über beide Varianten berät der Porsche-Aufsichtsrat am 23. Juli (siehe Qatar-Einstieg: Sondersitzung bei Porsche). Der verschuldete Sportwagenbauer sucht seit Wochen intensiv nach Geldquellen.
Die Vertreter der Familien Porsche und Piëch müssen dabei laut ihrem Konsortialvertrag einheitlich abstimmen. Der Clan muss deshalb vorher festlegen, wer als Sieger aus dem Machtkampf hervorgeht. Aus beiden Lagern ist zu hören, dass diese Entscheidung vor dem Donnerstag fallen soll, wenn sich sämtliche Protagonisten auf der 100- Jahr-Feier von Audi in Ingolstadt treffen.