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Privatfinanzierung : Goldman Sachs will Kredite an Apple-Kunden vergeben

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Durch das „Upgrade“-Programm können Kunden das iPhone in Raten finanzieren. Bild: AP

Goldman Sachs weitet das Privatkundengeschäft aus. Durch Apple könnte die Bank viele Kunden gewinnen – und Verluste in anderen Bereichen ausgleichen.

          Goldman Sachs will den Kauf von Apple-Produkten für Kunden finanzieren, berichtet das „Wall Street Journal“. Demnach verhandelt die Bank mit Apple gerade über die Möglichkeit, Kleinkredite für iPhones, Apple Watches und anderes Zubehör an Käufer zu vergeben. Genaueres steht allerdings noch nicht fest. Die Verhandlungspartner äußerten sich bisher nicht.

          Die führende amerikanische Investmentbank berät sonst vor allem große Unternehmen und Regierungen. Vom Einstieg in das etwas weniger glamouröse Privatkundengeschäft verspricht sich Goldman Sachs stabiles Wachstum, da traditionell widerstandsfähige Bereiche zuletzt zurückgegangen waren. Im letzten Quartal war der Gewinn der Bank bei 1,63 Milliarden Dollar stagniert, da der wichtige Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen einbrach. Steigende Zinseinnahmen durch ein größeres Privatkundengeschäft könnten dies kompensieren.

          GOLDMAN SACHS

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          Apple führte schon 2015 zusammen mit der Citizens Financial Group Inc. ein Programm zur Finanzierung von Waren ein. Mit dem „Upgrade“-Programm können Kunden in den Vereinigten Staaten ihr neues iPhone über 24 Monate zinsfrei bezahlen und bekommen nach zwölf Raten ein neues Modell gestellt. Für Kunden, die von den hohen Preisen der Apple-Modelle abgeschreckt werden, dürfte dies besonders attraktiv sein. Goldman Sachs verhandelt mit Apple darüber, Teile des „Upgrade“-Programms zu übernehmen, schreibt das „Wall Street Journal“.

          Durch die Partnerschaft mit Apple würde Goldman Sachs Millionen wertvoller Kunden gewinnen und weiter in den privaten Bereich vordringen. 2016 gründete die Investmentbank die Kreditplattform „Marcus“, die online erfolgreich Kredite für Privatkunden anbietet. So kann die Bank die Ersparnisse von Privatkunden einsammeln. Viele nehmen einen Kredit auf, um ihre Kreditkartenschulden abzuzahlen, im Durchschnitt etwa 15.000 Dollar.

          Der Vorteil von „Marcus“ gegenüber Kreditkarten ist vor allem Transparenz bei den Kosten. „Marcus“ gibt es bisher nur in den Vereinigten Staaten, der Onlinedienst soll aber dieses Jahr auch in das Vereinigten Königreich ausgeweitet werden. Ob der Dienst auch nach Deutschland kommt, ist noch offen.

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