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Gewinnwarnung Ebay fürchtet schlechtes Weihnachtsgeschäft

 ·  Die Internet-Verkaufsplattform Ebay hat einen düsteren Geschäftsausblick vorgelegt. Das Unternehmen spüre die wirtschaftlichen Turbulenzen in allen Geschäftsbereichen, sagt Konzernchef John Donahoe. Auch die Konkurrenz des Online-Händlers Amazon macht dem Unternehmen zunehmend zu schaffen.

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Der weltweite Konjunkturabschwung schlägt sich auf den Geschäftsausblick des Internet-Auktionshauses Ebay nieder. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft befürchtet der amerikanische Konzern sogar erstmals sinkende Einnahmen. Mit der Warnung enttäuschte Ebay die Anleger und schickte seine Aktie am Mittwochabend nachbörslich auf Talfahrt.

Die wirtschaftlichen Turbulenzen beeinträchtigten alle Geschäftsbereiche, sagte Konzernchef John Donahoe. Es gebe ein hohes Maß an wirtschaftlicher Unsicherheit und Unruhe am Absatzmarkt und dies habe Auswirkungen auf die Ausgaben der Verbraucher, erklärte Donahoe. „Wir spüren die Folgen an all unseren Plattformen.“ Dies werde sich bis in das kommende Jahr fortsetzen.

Die düsteren Prognosen gelten als weiteren Beleg für eine bevorstehende Rezession in den Vereinigten Staaten. Ebay kämpft jedoch zudem mit hausgemachten Problemen und der wachsenden Konkurrenz etwa durch Amazon.com, den weltgrößten Online-Einzelhändler.

Das klassische Geschäft mit Versteigerungen lahmt

In der vergangenen Woche hatte der Konzern den Abbau von weltweit rund zehn Prozent seiner Stellen sowie zwei Übernahmen für insgesamt rund 1,3 Milliarden Dollar angekündigt (siehe Ebay streicht 10 Prozent der Stellen).

Wegen der Wachstumsprobleme änderte Ebay in diesem Jahr bereits sein Gebührenmodell. Dennoch sank der Wert aller verkauften Waren zuletzt erstmals leicht. Im PayPal-Geschäft mit elektronischem Bezahlen stieg der Umsatz im dritten Quartal um gut ein Viertel. Skype legte bei den Erlösen um 46 Prozent zu. Über die Hälfte seiner Umsätze erzielt Ebay im Ausland mit Deutschland als zweitgrößtem Markt nach den Vereinigten Staaten.

Weil das klassische Geschäft mit Versteigerungen lahmt, setzt Ebay vermehrt auf normale Verkäufe zu Festpreisen wie bei anderen Online-Händlern. Amazon lockt umgekehrt verstärkt Drittanbieter auf seine Plattform und kommt so Ebay ins Gehege. Amazon legt seine Quartalszahlen am nächsten Mittwoch vor.

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