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Getränkeindustrie Stellenabau bei Coca-Cola-Deutschland

01.03.2006 ·  Bei der deutschen Coca-Cola-Tochter Erfrischungsgetränke droht nach Gewerkschaftsangaben ein Stellenabbau, der jeden Dritten von den 9.000 Mitarbeitern in Deutschland betreffen könnte.

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Bei der deutschen Coca-Cola-Tochter Erfrischungsgetränke droht nach Gewerkschaftsangaben ein starker Stellenabbau. Von den 9.000 Mitarbeitern könnte jeder Dritte seine Stelle verlieren, sagte der Sprecher der Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten (NGG), Uwe Witt, am Mittwoch. Nach Angaben des Unternehmens ist allerdings keine Entscheidung gefallen. Auf Betriebsversammlungen an mehreren Standorten berieten die Mitarbeiter über die möglichen Einschnitte.

„Im schlimmsten Fall stehen 3.000 Jobs auf dem Spiel. Diese Zahl haben wir gemeinsam mit der Gewerkschaft errechnet“, sagte der Vizevorsitzende des Betriebsrates, Hermann Badendick. Ein Coca-Cola- Sprecher bezeichnete die Zahl als „reine Spekulation“. Die Neuregelung könne sich zwar auf die Beschäftigung auswirken, doch eine Prognose wolle man zurzeit nicht abgeben, sagte er in Berlin. Der amerikanische Konzern will die acht Abfüllbetriebe, die in Lizenz von Coca-Cola arbeiten, bündeln und damit die Kosten senken. Standortschließungen seien nicht geplant, sagte der Konzernsprecher.

Weniger Personal aufgrund des neuen Pfandsystems

Grund für den möglichen Stellenabbau ist den Arbeitnehmer-Vertretern zufolge die bevorstehende Änderung des Pfandsystems. Von Mai an wird in Deutschland ein einheitliches Rückgabesystem eingeführt. Händler sind demnach verpflichtet, sämtliche Einwegflaschen zurückzutauschen. Insellösungen wie von Aldi und Lidl, die nur selbst ausgegebene Flaschen zurücknehmen, sollen der Vergangenheit angehören. Bei den Abfüllern könnten nach Angaben von Experten viele Stellen wegfallen, da weniger Personal benötigt wird.

Derzeit werden 84 Prozent der Produkte von Coca-Cola in Mehrwegflaschen verkauft. Allerdings wollen Großabnehmer wie Edeka zur Einwegverpackung zurückkehren. Nach der Einführung des Dosenpfands im Januar 2003 hatten sie kurzerhand Dosen und Einwegflaschen komplett aus ihrem Sortiment verband: „Ab dem 1. Mai verkaufen wir wieder Einweggetränke und fahren mit einem zweigleisigen Pfandsystem“, sagte eine Edeka-Sprecherin.

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