Home
http://www.faz.net/-gqe-7619k
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

Geschäftszahlen Microsoft verdient weniger - Windows 8 läuft gut

Der weltgrößte Softwarekonzern hat etwas weniger verdient als im Vorjahr. Das neue Betriebssystem Windows 8 ist im Weihnachtsgeschäft hingegen gut angenommen worden.

© dapd Microsoft-Produkt: das Betriebssystem Windows

Ein schwächelnder Verkauf von Office-Büroprogrammen hat dem größten Softwarekonzern der Welt Microsoft im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang eingebrockt. Der Überschuss betrug 6,4 Milliarden Dollar nach 6,6 Milliarden Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte das amerikanische  Unternehmen mit. Je Aktie ergab sich damit ein Ergebnis von 76 Cent nach 78 Cent im Vorjahr. Gleichwohl übertraf Microsoft damit die Erwartungen der professionellen Marktbeobachter um einen Cent.

Microsoft erklärte den Ergebnisrückgang mit einer schwächeren Nachfrage nach Office-Büroprogrammen vor dem Start des Betriebssystems Windows 8. „Das ist eine Pause vor einer Produkteinführung, die typisch ist“, kommentierte Analyst Josh Olson von Edward Jones die Zahlen.

Windows 8 verkauft sich gut

Das neue Betriebssystem verkaufte sich seit dem Start Ende Oktober hingegen 60 Millionen Mal. Microsoft-Chef Steve Ballmer zeigte sich zufrieden damit - Windows 8 habe die Kunden begeistert. Es genauso erfolgreich wie der Vorgänger Windows 7 bei dessen Start. Der Software-Konzern will damit den Anschluss bei mobilen Anwendungen finden. Die achte Version des Klassikers ist insbesondere für Tablet-PCs zugeschnitten, die sich über Berührungen auf dem Bildschirm steuern lassen.

Mehr zum Thema

Die Rivalen Apple und Google waren mit ihren Systemen dem einstigen Pionier zuletzt weit voraus und teilten mit iOS und Android den Markt für die Basissoftware mobiler Rechner neben den klassischen Laptops weitgehend unter sich auf. Microsofts Betriebssystem-Sparte alleine verbesserte sich im Berichtsquartal um 24 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar.

Umsatz legt zu

Der Konzernumsatz stieg insgesamt um drei Prozent auf 21,5 Milliarden Dollar, was im Rahmen der Expertenschätzung lag. Im nachbörslichen Handel sank der Kurs der Microsoft-Aktie um rund zwei Prozent.

In einem Medienbericht hatte es vor kurzem geheißen, dass sich Microsoft an einer Übernahme des PC-Herstellers Dell beteiligen wolle. Der Softwareriese könnte ein bis drei Milliarden Dollar zur Finanzierung beisteuern, hatte der amerikanische Fernsehsender CNBC am Dienstag unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise berichtet. Der drittgrößte PC-Hersteller der Welt, der an der Börse mit rund 22 Milliarden Dollar bewertet wird, sondiert derzeit eine Übernahme des Unternehmens durch Finanzinvestoren. Sollte dies gelingen, wäre es eine der größten Private-Equity-Transaktion seit der Finanzkrise.

Quelle: Reuters

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Abschreibungen und Umbaukosten Microsoft mit Milliardenverlust

Hohe Sonderlasten haben Microsoft den größten Quartalsverlust seiner Unternehmensgeschichte eingebrockt. Von April bis Juni fiel unter dem Strich ein Minus von 3,2 Milliarden Dollar an. Mehr

21.07.2015, 22:44 Uhr | Wirtschaft
Eine neue Ära Microsoft liefert Windows 10

Windows-Nutzer können ab sofort das neue Microsoft-Betriebssystems auf ihren Rechnern auf die neue Version Windows 10 updaten. In 190 Ländern weltweit wurde ein Gratis-Download für Nutzer von Windows 7 und 8.1 freigeschaltet. Mehr

30.07.2015, 10:25 Uhr | Wirtschaft
Neues von Microsoft Fenster Nr. 10

Früher bereiteten manche Betriebssysteme von Microsoft wahre Bauchschmerzen. Am Mittwoch erscheint Windows 10 – und es macht alles besser. Sogar das Startmenü kehrt zurück. Mehr Von Raymond Wiseman und Michael Spehr

28.07.2015, 17:32 Uhr | Technik-Motor
45 Milliarden Dollar Kosten Ägypten plant eine neue Hauptstadt

Östlich von Kairo soll eine neue ägyptische Hauptstadt entstehen. Es wird mit Kosten in Höhe von 45 Milliarden Dollar gerechnet. Mehr

14.03.2015, 13:49 Uhr | Gesellschaft
Fahrdienst Uber Microsoft und Jeff Bezos investieren in Uber

Der amerikanische Fahrdienst Uber wird für Investoren aus der Technologiebranche immer attraktiver. Das Unternehmen wird nun mit rund 51 Milliarden Dollar bewertet. Mehr

02.08.2015, 16:56 Uhr | Wirtschaft

Veröffentlicht: 25.01.2013, 08:05 Uhr

Obamas Energiewende

Von Winand von Petersdorff

Die Republikaner lassen sich von Barack Obama nicht überzeugen, dass es Zeit ist für eine Energierevolution. Allerdings hilft Obama die harte wirtschaftliche Realität. Mehr 1 0


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Was auf Deutschlands Flüssen verschifft wird

Innerhalb Deutschlands werden viele Güter per Schiff transportiert. Etwa Erze, Steine und Erden – aber auch viele weitere Rohstoffe. Mehr 0